LTE ist die Abkürzung für "Long Term Evolution" und bezeichnet einen neuen Mobilfunkstandard, der als Nachfolger von UMTS gesehen wird und ab etwa 2010 eingeführt werden soll. Er wird gegenüber UMTS eine bis zu 300-fache Datenübetragungsrate aufweisen und verschiedene weitere Vorzüge besitzen, wie etwa eine kurze Verzögerungszeit und weniger Abfall der Datenraten am Zellenrand.
| LTE wird in den gleichen Frequenzbereichen arbeiten wie die heutigen UMTS- und GSM-Mobilfunknetze und auch vergleichbare Sendeleistungen aufweisen. Das bei UMTS genutzte Modulationsverfahren Wideband-CDMA wird im "Downlink" (Senderichtung von der Basisstation zum Mobilgerät) durch das auch bei WiMAX verwendete und störungsresistentere OFDMA (Orthogonal Frequency Division Multiple Access) abgelöst und im umgekehrten "Uplink" durch das für Mobilgeräte einfacher realisierbare Verfahren SC-FDMA (Single Carrier - Frequency Division Multiple Access). Diese Verfahren ermöglichen den Betrieb des Systems mit Kanalbandbreiten von 1,25 MHz bis 20 MHz und können sowohl gepulst wie ungepulst verwendet werden. LTE erlaubt auch den Einsatz intelligenter Antennensysteme (MIMO). |
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Die Bundesnetzagentur versteigert ab dem 12. April 2010 Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz, 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten.
Informationsseite der Bundesnetzagentur Die dabei angebotenen Frequenzbereiche sind zusammengefasst wie folgt (Auszug aus der Präsentation zur Frequenzversteigerung vom 08.04.10):
Sendefrequenz Basisstation (DL) Sendefrequenz Mobilgerät (UL) Bemerkungen 791 - 821 MHz 832 - 862 MHzFDD, 6 Blöcke à 2 x 5 MHz (gepaart) 1805 - 1820 MHz 1710 - 1725 MHzFDD, 3 Blöcke à 2 x 5 MHz (gepaart) 1825.1 - 1830.1 MHz 1730.1 - 1735.1 MHzFDD, 1 Block à 2 x 5 MHz (gepaart) 1853.1 - 1858.1 MHz 1758.1 - 1763.1 MHzFDD, 1 Block à 2 x 5 MHz (gepaart) 2120.2 - 2130.1 MHz 1930.2 - 1940.1 MHzFDD, 2 Blöcke à 2 x 4,95 MHz (gepaart) 2140 - 2149.9 MHz 1950 - 1959.9 MHzFDD, 2 Blöcke à 2 x 4,95 MHz (gepaart) 1900.1 - 1905.1 MHzFDD/TDD, 1 Block à 5 MHz 2010.5 - 2024.7 MHzFDD/TDD, 1 Block à 14.2 MHz 2620 - 2690 MHz 2500 - 2570 MHzFDD/TDD, 14 Blöcke à 2 x 5 MHz (gepaart) 2570 - 2620 MHzFDD/TDD, 10 Blöcke à 5 MHz Abkürzungen: DL: Download, UL: Upload
FDD: Frequency Division Duplex (ungepulst)
TDD: Time Division Duplex (gepulst)
Versteigerung neuer Funkfrequenzen: Gesundheitliche Bewertung
Eine Stellungnahme des Bundesamts für Strahlenschutz vom April 2010
LTE – Fragen und Antworten zur Einführung der neuen Mobilfunkgeneration
Eine mehrteilige Informationsseite des Informationszentrums Mobilfunk (IZMF)Mit LTE wird UMTS schneller
Auf dieser Übersicht des Schweizerischen Bundesamts für Kommunikation findet man auch eine Grafik mit den Eigenschaften verschiedener Mobilfunktechnologien bezüglich ihrer Datenraten und Eignung für moble Anwendung.LTE – Nachfolgegeneration von UMTS
Ein gute, recht technische Einführung in LTE als Zusammenfassung für Ingenieure.UMTS-Nachfolger LTE nimmt konkrete Formen an
In diesem mehrteiligen Beitrag des OnlinemagazinsTeltarif aus dem Jahr 2007 wird auch auf das wirtschaftliche Umfeld von LTE eingegangen.LTE, der nächste Mobilfunkstandard
Diese Publikation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (Schweiz) beschreibt nicht nur zusammenfassend die Eigenschaften von LTE, sondern auch die technischen Fortschritte gegenüber UMTS (4 Seiten, 166 KB)
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