Tinnitus durch Mobiltelefonnutzung?
Aus dem EMF Brief des WIK, Ausgabe 13 vom 08. Juli 2010:
Wiener Studie zu Tinnitus und Mobilfunknutzung wurde jetzt veröffentlicht
Bereits im Februar 2008 gingen Teilergebnisse der Untersuchung durch die Medien, nachdem sie in einem Fernsehbeitrag in Österreich thematisiert worden waren (siehe z.B. Vienna Online). Die nun wissenschaftlich veröffentlichten Resultate geben Hinweise darauf, dass sich das abgeschätzte Risiko an Tinnitus (innere Ohrgeräusche) zu erkranken nach mehr als vier Jahren Mobiltelefon-Nutzung fast verdoppeln könnte. Grundlage der Ergebnisse war eine Fall-Kontroll-Studie an 100 Tinnituspatienten. Das Erkrankungsrisiko war am höchsten an der Seite des Kopfes, an der das Handy bevorzugt benutzt wurde. Die statistische Signifikanz der Risikoverdopplung nach vier Jahren Nutzung ist allerdings nur grenzwertig, d.h. schwach. Die Autoren schränken ein, dass neben den Hochfrequenzfeldern auch eine rein mechanische Beeinflussung des Blutstroms am Ohr beim Telefonieren als Ursache für den Effekt in Betracht kommt.
In zwei großen europäischen Forschungsprojekten, in denen nur kurzfristige Einwirkungen (bis 20 Minuten) auf die Hörorgane untersucht wurden (GUARD, EMFnEAR), stellte man generell keine Effekte der Mobilfunksignale fest. Auch in zwei Projekten des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (Knipper, Münkner et al.) wurden keine entsprechenden Hinweise gefunden.
Bibliografie: Hutter et al., Occup. Environ. Med. 2010 June 23 [Epub ahead of print] Abstract |
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24.07.10
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