Forschung zu elektromagnetischen Feldern in Großbritannien

In Großbritannien wurden Aufgaben des Strahlenschutzes bis zum März 2005 durch das "National Radiation Protection Board" (NRPB) wahrgenommen, das zu diesem Zweck die internationale Forschung verfolgte, dazu Berichte herausgab und Empfehlungen aussprach. Zum 1. Aprill 2005 ging das NRPB in die "Health Protection Agency" (HPA) auf, welche seither diese Aufgaben wahrnimmt.
Eigene nationale Forschungsarbeiten werden durch das Mobile Communications & Health Research Programme (MTHR) finanziert und koordiniert, welches den Empfehlungen des Stewart-Reports vom Mai 2000 folgend im November 2001 eingerichtet wurde.

 

Berichte und Empfehlungen

 
  Review der HPA zu gesundheitlichen Effekten des Mobilfunks (April 2012)

Nach Sichtung zahlreicher Studien kommt dieser Report zu dem Schluss, daß es auch weiterhin keinen Beleg für mögliche Gesundheitsschäden durch Mobilfunkstrahlung gibt.

 

  Erster Abschlussbericht des "Mobile Telecommunications and Health Research Programme" (September 2007)

In diesem Abschlussbericht werden die Ergebnisse von 23 der 28 im Jahr 2001 begonnenen Untersuchungen des MTHR zusammengefasst.

 

   Review zur Elektrosensibilität (November 2005)

Dieses Review stellt eine Bestandaufnahme des aktuellen Wissensstandes dar und gibt anschliessend einige Empfehlungen zur weiteren Forschung. Der Schwerpunkt liegt dabei mehr auf niederfrequenten Feldern, da dafür schon seit längerer Zeit und in größerer Zahl entsprechende Untersuchungen vorliegen als zu hochfrequenten Feldern wie etwa die des Mobilfunks.

 

  Review der wissenschaftlichen Basis zur Grenzwertfestlegung (März 2004)

Das NRPB empfiehlt in dieser Veröffentlichung vom 31. März 2004 für den Frequenzbereich von 0 - 300 GHz die Einführung von Grenzwerten nach ICNIRP. Dies geschah gemäß ihrer Aussage nach der Anhörung und Abwägung verschiedener Expertenaussagen und den vorhandenen Forschungsergebnissen, auch unter Einbeziehung von Vorsorgeaspekten und den Fragen aus der Öffentlichkeit.

 

  Der "Stewart-Report" ( Mai 2000)

Im Auftrag der britischen Regierung wurde im Jahr 1999 eine unabhängige Expertengruppe, die Independent Expert Group on Mobile Phones gebildet. Neben sechs Experten waren in dieser Gruppe auch zwei Personen mit „Laieninteressen“ vertreten. Der Gruppe gehörten der frühere Vorsitzende der ICNIRP sowie auch zwei Vertreter des Advisory Board für nicht-ionisierende Strahlung der britischen Strahlenschutzkommission NRPB an.
In ihrem Report ‘Mobile Phones and Health’ (Stewart-Report) aus vom Mai 2000 wurden einige zentrale Punkte der Diskussion um die Auswirkungen elektromagnetischer Felder von Handys zusammengefasst. Dazu wurden nicht nur anerkannt wissenschaftliche Untersuchungen, sondern auch subjektive Befunde herangezogen.

 

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Zuletzt geändert: 06.05.12