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Der wissenschaftliche Ansatz stellt die zuverlässigste Methode dar,
unser Wissen zu erweitern. Nichtsdestotrotz sind wissenschaftliche Untersuchungen
wie alle menschlichen Aktivitäten möglichen Fehlern, persönlichen
Ansichten und Unsicherheiten unterworfen. Dies trifft auf den Bereich
der Erforschung möglicherweise bestehender gesundheitlicher Folgen
in Verbindung mit Funkwellen auch hochfrequente (HF) elektromagnetische
Felder (EMF) genannt ebenso zu wie auf alle anderen Bereiche der
Wissenschaft. Bei der vergleichenden Beurteilung möglicher Auswirkungen
auf die Gesundheit berücksichtigen Wissenschafter unterschiedliche
Aspekte, bevor sie ihre Schlussfolgerungen ziehen. Die nachfolgenden Fragen
und auch die am Ende dieser Information genannten zusätzlichen Quellen
helfen bei der Bewertung von Forschungsstudien und berichteten potentiellen
Gesundheitsfolgen.
Wurden die Effekte in der von wissenschaftlichen Experten geprüften
Literatur beschrieben?
Die zusätzliche Prüfung einer Studie durch wissenschaftliche
Experten stellt eine Minimalanforderung zur 'gegenseitigen Kontrolle'
dar. Obwohl hierdurch die Genauigkeit der Ergebnisse nicht gewährleistet
werden kann, stellt dies doch ein maßgebliches Element zur Qualitätssicherung
dar.
Wurden die beschriebenen Effekte unabhängig reproduziert?
Die unabhängige Bestätigung neuer Ergebnisse ist wichtig,
um so den Einfluss von Versuchsabweichungen und unerkannten Fehlerquellen
in einem bestimmten Laboraufbau zu minimieren.
Gibt es einen glaubhaften Wirkungsmechanismus für die beschriebenen
Effekte?
Wenn es keinen Wirkungsmechanismus gibt, der die Energie eines RF-Signals
in einen biologischen Reiz umwandeln kann, so gibt es auch keine biologische
Reaktion und es kann kein Gesundheitseffekt auftreten. Berichtete Effekte
könnten biologische Auswirkungen sein, die messbare Reaktionen
auf einen Anreiz oder eine Änderung der Umwelt darstellen. Solche
Reaktionen mögen, müssen aber nicht zwangsläufig zu einer
gesundheitlichen Wirkung führen
Sind die beschriebenen Effekte von gesundheitlicher Bedeutung?
Die in Studien an Menschen beobachteten Auswirkungen werden als wichtig
für die öffentliche Gesundheitspolitik angesehen. In der Beurteilung
gesundheitlicher Risiken für Menschen sind fundierte Daten aus
Studien am Menschen, wann immer verfügbar, generell aussagekräftiger
als Daten aus Tierstudien. Tier- und Laborversuche bieten Unterstützung
und werden hauptsächlich eingesetzt, um die aus Studien an Menschen
fehlenden Nachweise zu ergänzen. Allerdings können die Ergebnisse
zellulärer und tierischer Studien schwieriger auszulegen sein.
Dies gilt insbesondere dann, wenn der beschriebene Effekt schwach oder
kaum erkennbar und der Reaktionsmechanismus nicht nachvollziehbar ist.
Wie stark ist der beschriebene Effekt?
Häufig ist es hilfreich, das Ausmaß eines erfassten Effekts
mit anderen bereits bekannten Ursachen zu vergleichen, um ihn in die
richtige Relation setzen zu können. Schwache oder kaum erkennbare
Auswirkungen können manchmal durch Versuchsfehler oder zufällige
Schwankungen bedingt sein, die auszuschließen, nur durch sorgfältige
Beachtung der üblichen Laborverfahren möglich ist. Idealerweise
sollten Laborüberprüfungen auch eine "Positivkontrolle"
umfassen. Darunter versteht man eine Kontrollgruppe, die einem speziell
dafür ausgelegten Reiz ausgesetzt wurde, der zuverlässig eine
bestimmte Reaktion hervorruft. Dadurch kann die Empfindlichkeit eines
Versuchsaufbaus getestet werden und jede entdeckte Auswirkung kann relativ
zur Reaktion der Positivkontrolle betrachtet werden.
Weisen die beschriebenen Effekte eine Dosis-Wirkungsbeziehung auf?
Eine Dosis-Wirkungsbeziehung beschreibt die Veränderung eines
Effekts, die durch unterschiedlich starke Einwirkung erzeugt wird. Eine
Steigerung des Effekts bei erhöhter Einwirkung ist ein guter Gradmesser
für eine tatsächliche Auswirkung. Komplexe Reaktionen, darunter
auch die Annahme von Fenstern in den Reaktionsebenen, sind ohne einen
bereits nachgewiesenen irkungsmechanismus nur schwer zu interpretieren.
Dient eine Studie dazu, eine Hypothese zu testen oder aufzustellen?
Eine Hypothese ist eine vorläufige Annahme, die überprüft
werden muss. Eine wissenschaftliche Annahme muss mittels Versuch oder
Beobachtung sowohl überprüfbar als auch widerlegbar sein.
Eine Studie zur Hypothesenprüfung beginnt mit einer genauen Voraussage
des Versuchsergebnisses und überprüft dann diese Voraussage.
Eine Studie zur Aufstellung einer Hypothese sucht nach einer Reihe möglicher
Effekte für eine bestimmte Einwirkung und nutzt dann die Studienergebnisse,
um weitere spezielle Hypothesen zur Überprüfung vorzuschlagen.
Wurden die statistischen Analysen der Ergebnisse korrekt durchgeführt?
Die statistische Bedeutsamkeit eines Versuchsergebnisses wird normalerweise
durch eine statistische Analyse bemessen. Eine aussagekräftige
Beurteilung einer Studie bedingt die kompetente Anwendung statistischer
Tests sowie das Befolgen geeigneter wissenschaftlicher Methoden, wie
beispielsweise eines randomisierten Versuchsaufbaus, der Verblindung
und der klaren Bestimmung der Hypothesen, bevor die Versuchsdaten erhoben
und analysiert werden.
Statistische Signifikanztests zeigen, wie unwahrscheinlich ein rein
zufälliges Ergebnis ist. Statistische Signifikanz sagt aber nichts
über die direkte gesundheitliche Bedeutung eines Versuchsergebnisses
aus.
Studien zur Aufstellung von Hypothesen prüfen einen weiten Bereich
möglicher Endpunkte. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, rein
zufällig auf Effekte zu stoßen. Diese Auswirkungen können
fälschlicherweise positiv sein und sollten daher immer durch gezieltere
und auf die Prüfung eines bestimmten Effekts abzielende Studien
zur Hypothesenprüfung nachgewiesen werden. Manchmal werden Studien
zur Aufstellung von Hypothesen so zitiert, als wären sie zur Überprüfung
von Hypothesen durchgeführt worden, weshalb ihnen eine übertriebene,
statistisch nicht gerechtfertigte Bedeutung zugemessen wird.
Gibt es für die berichteten Effekte eher zutreffende Erklärungen?
Mögliche Ursachen für einseitige Betrachtungsweisen und
Verwechslungen sollten immer in Betracht gezogen werden, bevor ungewöhnliche
Ergebnisse ungefragt akzeptiert werden. In vielen HF-Studien wurde später
herausgefunden, dass die berichteten athermischen Effekte wahrscheinlich
durch eine HF-Erwärmung entstanden sind.
Wie passt die Studie in die gesamte existierende Forschungsarbeit?
Einschätzungen eines Gesundheitsrisikos werden durchgeführt,
indem man einzelne Studienergebnisse im Verhältnis zur Gesamtheit
der verfügbaren Forschungsstudien gewichtet. Die sorgfältige
Arbeit unabhängiger wissenschaftlicher Prüfkommissionen macht
es möglich, die verfügbare wissenschaftliche Information zu
überprüfen und jede Studie entsprechend ihrer Qualität,
Art und Stärke der Befunde einzustufen, um gesamthaft gültige
Schlussfolgerungen und Empfehlungen zu treffen. Schlussfolgerungen,
die aus einer Überprüfung aller vorliegenden Forschungen gezogen
wurden, sind zuverlässiger als die Ergebnisse einer einzelnen Studie.
Zusatzinformationen
Das Mobile Manufacturers Forum ist eine internationale Vereinigung von
Herstellern von Funkkommunikationseinrichtungen. Weiterführende Informationen
erhalten Sie auf der Internetseite des MMF unter www.mmfai.org.
Die GSM Association (GSMA) ist die weltweite Handelsorganisation, die
mehr als 750 GSMMobiltelefonnetzbetreiber in insgesamt 218 Ländern
und Gebieten der Welt vertritt. Zusätzlich unterstützen mehr
als 200 Hersteller und Zulieferer als Schlüsselpartner die Initiativen
der Organisation. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der
GSMA Health & Environment Internetseite unter www.gsmworld.com/health
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