Berichte des Niederländischen Gesundheitsrats (2000 - 2008)

 
Jahresbericht 2008 zu elektromagnetischen Feldern

In dieser Ausgabe gibt der Gesundheitsrat eine kurzen Überblick über die Beratungsreports, die im Betrachtungszeitraum veröffentlicht worden sind und zeigt auf, mit welchen Methoden er die wissenschaftliche Daten für diesen Bericht auswertet. Dazu wird der Einfluss hochfrequenter EMF auf die Hirnaktivitäten und das Verhältnis von Exposition in solchen Feldern zum Auftreten von Symptomen näher diskutiert, hinzu kommt eine Bewertung des Reports der "BioInitiative Working Group" von 2007.

Electromagnetic Fields: Annual Update 2008
(pdf, 426KB, in niederländischer und englischer Sprache)

Jahresbericht 2005 zu elektromagnetischen Feldern

 

Dieser Jahresbericht vom November 2005 befasst sich neben einem kleineren Abschnitt zur Elektrosensibilität mit epidemiologischen Untersuchungen zu Krebs durch Mobilfunk- und Radio- bzw. Fernsehsender sowie niederfrequente Felder und einer Zusammenfassung des REFLEX-Projekts.
Insgesamt wird dabei festgestellt, dass es keine Nachweise für Schädigungen durch Felder der genannten Funkanwendungen gibt, gleichwohl wird noch weitere Forschung angemahnt.

Electromagnetic Fields: Annual Update 2005
(pdf, 677KB, in niederländischer und englischer Sprache)

 

Electromagnetic Fields: Annual Update 2003

Dieser Bericht befasst sich sowohl mit niederfrequenten- als auch hochfrequenten Feldern und gibt nach einer Zusammenfassung der technischen Entwicklung, wie etwa der Einführung von UMTS oder der zunehmenden Verbreitung von drahtlosen Netzwerken, einen Überblick über im Zeitraum Mai 2001 bis Mai 2003 neu entstandene Forschungsarbeiten. Diese werden mit einer abschliessenden Bewertung jeweils kurz vorgestellt.

Nachfolgend die zentralen Aussagen zu hochfrequenten Feldern aus dem Bericht:

 
Blut-Hirn-Schranke:

Das Kommittee sieht seinen früheren Standpunkt bestätigt, dass elektromagnetische Felder aus wissenschaftlicher Sicht keinen Einfluss auf die Blut-Hirn-Schranke haben. Im Text wird dabei besonders auf die Mängel der Studie von Salford hingewiesen, die anderslautende Schlüsse zieht.

 
Experimentelle Krebsstudien

Es werden keine überzeugenden Beweise dafür gesehen, dass elektromagnetische Felder einen Einfluss auf die Krebsentwicklung bei Tieren haben, auch nicht bei Langzeitversuchen. Dabei wird auch klargestellt, dass die vieldiskutierte Mäusestudie von Utteridge wegen der Eigenheiten ihres Designs nicht als Wiederholung der Studie von Repacholi angesehen wird.

 
Epidemiologische Studien zum Krebs

Auch unter der besonderen Berücksichtigung der Untersuchung von Hardell bzw. deren Einschränkungen wurden keine Einflüsse auf die Entstehung von Hirntumoren gefunden, ebensowenig wie bei Augentumoren.

 
Unspezifische Symptome (Befindlichkeitsstörungen)

Hier wird eingehend auf die psychologische Problematik eingegangen, wie etwa die subjektive Risikowahrnehmung bzw. Voreingenommenheit und deren Folgen. Aus wissenschaftlicher Sicht aus sieht das Kommittee keinen Zusammenhang zwischen selbstberichteten Befindlichkeitsstörungen und elektromagnetischen Feldern.
Die im September 2003 erschienene TNO-Studie zu UMTS erschien nach dem Erfassungszeitraum dieses Jahresberichts und wird in einem Nebensatz erwähnt, sie wird Gegenstand einer späteren Stellungsnahme sein.

 
Vorsorgeprinzip

Die Anwendung des Vorsorgeprinzips sieht das Kommittee weniger in der Reduzierung der Grenzwerte ohne wissenschaftlichem Hintergrund, sondern mehr in der Verfolgung des Forschung und einer daran angepassten Vorgehensweise. Zum Abschluss weist es auf die gerade in Arbeit befindlichen Rahmenbedingungen zum Vorsorgeprinzip der WHO hin, die diesem Gedanken entsprechen.

Electromagnetic Fields:
Annual Update 2003

Der Bericht in niederländischer und englischer Sprache (pdf, 698 kB)

 

Health effects of exposure to radiofrequency electromagnetic fields:
Recommendations for research (2003)

Dieser Report zu den gesundheitlichen Effekten durch elektromagnetische Felder wurde am 4. Februar 2003 herausgegeben und enthält in Ergänzung zu früheren Reports Empfehlungen zu Forschungsaktivitäten.

An erster Stelle wird darin die Schaffung eines Zentrums angeregt, welches sich auf wissenschaftlicher Ebene sowohl mit dem in den Niederlanden vorhandenen Wissen über die Wirkungen elektromagnetischer Felder auseinandersetzen als auch neue Aktivitäten koordinieren soll.
Bei den Forschungsaktivitäten selbst wird die Grundlagenforschung (in-vitro und Wirkungsmechanismen) als sehr wichtig angesehen, weniger jedoch Tierversuche (in-vivo). Eine große Bedeutung sollen Untersuchungen der Elektrosensibilität haben sowie epidemiologische Untersuchungen in der Umgebung von Mobilfunk-Basisstationen. Um hier klare Zusammenhänge erkennen zu können, sollen Möglichkeiten geschaffen und eingesetzt werden, um die tatsächliche Exposition durch elektromagnetische Felder festzustellen (Dosimetrie).

Die "Executive Summary" (englischsprachige Zusammenfassung)

 

Mobile telephones: An evaluation of health effects (2002)

Als Grundlage für diesen Report analysierte ein wissenschaftliches Kommittee die existierende wissenschaftliche Literatur. Es unterschied dabei deutlich zwischen den Beschreibungen biologischer Effekte und jenen von gesundheitlichen Wirkungen. Der Report nimmt Stellung zu den einzelnen zu untersuchenden Bereichen, wie etwa Gehirnfunktionen oder Krebsentstehung und beschreibt auch seine Haltung zu Vorsorgewerten oder die Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder.
Insgesamt kommt es zu dem Schluß, daß derzeit zwar keinerlei Gesundheitsgefährdungen zu erkennen sind, aber daß verschiedene Effekte noch einer weiteren Erforschung bedürfen.

Download des Reports
(246 KB, 96 Seiten in englischer Sprache)


 

Electromagnetic fields: Annual Update 2001 & GSM Base Stations (2000)

Der Rat für Gesundheit der Niederlande erkennt in seiner Aktualisierung seines Reports GSM Base Stations aus dem Jahr 2000 auch 2001 keine wissenschaftlichen Gründe für eine Senkung der ICNIRP-Grenzwertempfehlungen. Er sieht dabei zwar die Existenz biologischer Wirkungen, kennt jedoch keine Fälle von tatsächlich darauf zurückzuführenden Gesundheitsschäden.

In dem Report werden aktuelle Untersuchungen elektromagnetischer Felder aller Art betrachtet und im Frequenzbereich des Mobilfunks zwischen den potentiellen Auswirkungen (nicht-thermischer Art) bei Basisstationen und Mobilgeräten unterschieden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier bei Untersuchungenen des Zusammenhangs von Hirntumoren mit der Nutzung von Handys, wo keine signifikanten Ergebnisse gefunden werden.
Bei Basissationen wird etwas auf die deutsche "Rinderstudie" eingegangen, ansonsten wird bis auf einige allgemeine Bemerkungen auf den Report aus dem Jahr 2000 verwiesen.

Annual Update 2001
(116 KB, in niederländischer und englischer Sprache)

GSM Base stations (2000) (206 KB, in englischer Sprache)

 


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Zuletzt geändert: 23.03.09