Report des Französischen Arbeits- und Sozialministeriums ("Zmirou"-Report)

 
Im Juni 2000 setzte die Gesundheitsdirektion des französischen Arbeits- und Sozialministeriums eine multidisziplinäre Expertengruppe ein, um die eventuellen Risiken des Mobilfunks auf Basis der vorhandenen Forschungsarbeiten zu beurteilen.
Der entstandene 250-seitige Bericht wurde im Januar 2001 vorgelegt und ist im Internet erhältlich.

 

Freie Übersetzung der Zusammenfassung:

  1. Die persönliche Strahlenbelastung in der Umgebung von Basisstationen (außerhalb der Sperrzonen) ist deutlich geringer als während der Benutzung eines Mobiltelefons.

  2. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen mit einer relativen Sicherheit, daß während der Strahlenexposition durch ein Mobiltelefon verschiedene biologische Effekte auftreten, und dies bei Werten unterhalb der lokalen thermischen Erwärmung.
    Allerdings ist es bei den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht möglich festzustellen, ob diese eine gesundheitliche Beeinträchtigung zur Folge haben.

  3. Obwohl die Annahme, daß verschiedene gesundheitliche Effekte durch schwache Hochfrequenzfelder verursacht werden, kaum durch wissenschaftliche Argumente unterstützt wird, kann dies bei dem heutigen Wissensstand nicht völlig ausgeschlossen werden.
    Experimentelle und epidemiologische Untersuchungen in einem weiten Bereich von Gesundheitsproblemen, inklusive Gehirntumoren und Kopfschmerzen, sind aktuell im Gange, der Einfluss von Hochfrequenzfeldern auf diese Symptome oder Krankheiten ist noch nicht klassifiziert.
    Allerdings kann die Expertengruppe bei Betrachtung der untersuchten Strahlenbelastungen nicht die Hypothese unterstützen, daß es für Bevölkerungsgruppen in der Umgebung von Basisstationen ein Gesundheitsrisiko gibt.

  4. In der zukünftigen Forschung wird diese Hypothese zu bestätigen sein, das heißt es ist die Existenz von gesundheitlichen Störungen zu beweisen. Das persönliche Risiko wird wahrscheinlich sehr gering sein. Allerdings ist es beruhigend festzustellen, daß derartige Probleme trotz einer bemerkenswerten Anzahl von Forschungsarbeiten in den letzten Jahren bisher noch nicht gezeigt wurden.
    Jedoch könnte die hohe Anzahl Mobilfunknutzer auch bei einem sehr kleinen persönlichem Risiko zu einem deutlichen Einfluß auf die öffentliche Gesundheit führen, wenn die elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks schädlich sein sollte.

  5. Das Unfall- und Todesfallrisiko durch das Mobiltelefonieren während des Autofahrens wurde definitiv bestätigt. Bei dem derzeitigen Wissensstand ist dies das einzige bekannte Gesundheitsrisiko, wenn auch ein sehr schwerwiegendes.

 

Mehr Information:

Les téléphones mobiles, leurs stations de base et la santé (rapport du 18 Janvier 2001)
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Zuletzt geändert: 24.09.02