Bedingt durch die von manchen Seiten befürchtete gesundheitliche
Schädlichkeit des Mobilfunks gibt es immer wieder Bestrebungen,
auf rechtlichem Weg Mobilfunkanlagen zu verhindern oder
Schadensersatzansprüche durchzusetzen.
Auf dieser Seite werden überregional interessierende
Einzelurteile aus Deutschland und dem Ausland vorgestellt,
die sich mit gesundheitlichen Aspekten des Mobilfunks befassen.
Nov. 2010 |
Bayerischer VGH: Ausnahmsweise Zulässigkeit von fernmeldetechnischen Nebenanlagen kann in Baugebieten der BauNVO ausgeschlossen werden Volltext des Urteils 1 BV 10.1332 vom 23.11.2010 |
Dez. 2009 |
Italienisches Gericht erkennt angebliche Arbeitsunfähigkeit und Hirntumor durch Mobiltelefonnutzung in zweiter Instanz an |
|
Mai 2009
|
Verwaltungsgericht Münster bestätigt Gültigkeit der
Grenzwerte und lehnt unfundierte Vorsorgemaßnahmen ab Beitrag zum Urteil 1 L 164/09 |
|
April 2009
|
Schweizer Bundesgericht bestätigt das Qualitätssicherungssystem
und Gültigkeit der Grenzwerte Urteil 1C_282/2008 vom 07.04.09 |
|
Februar 2009
|
Frankreich: Französisches Gericht verbietet auch in zweiter Instanz
aus Vorsorgegründen Mobilfunkanlage Das Berufungsgericht von Versailles hat ein Urteil des Landgerichts von Nanterre vom 18. September 2008 bestätigt, das den französischen Mobilfunkbetreiber Bouygues Telecom dazu auffordert, eine GSM-Mobilfunkantenne in Tassin la Demi-Lune, einem Vorort von Lyon, aus Vorsorgegründen abzubauen. Der Netzbetreiber Bouygues Telecom kommt dieser Aufforderung nach, prüft jedoch eine Berufung vor dem Kassationsgerichtshof, Frankreichs höchster Zivil- und Strafinstanz. Französisches Gericht verbietet Handy-Mast (Der Spiegel vom 05.02.09) |
|
Mai 2008
|
Kein Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Gesundheitsproblemen Basierend auf mehreren Fachgutachten wies das Landesgericht Eisenstadt die Klage des Gemeindearztes Dr. Reinhold Jandrisovits und weiterer Bürger aus Müllendorf ab, die gehäufte Erkrankungen in dieser Gemeinde dem Betrieb einer Mobilfunkanlage anlasten wollten. Pressemitteilung vom 12.11.08 |
|
August 2007
|
Schweizer Bundesgericht lehnt grundsätzliches Verbot von
Mobilfunkanlagen in der Nähe von Sport- und Kinderspielplätzen
ab Gemäß einem neuen Urteil des des Lausanner Bundesgerichts gegen die die Solothurner Gemeinde Günsberg dürfen Gemeinden Mobilfunkantennen in der Nähe von Sport- und Kinderspielplätzen nicht grundsätzlich verbieten, um damit die Bevölkerung zusätzlich vor Strahlung zu schützen. Laut den Richtern hat der Bundesrat bezüglich der Immissionen durch Mobilfunkantennen die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) als abschliessende Regelung erlassen. Kantone und Gemeinde könnten deshalb keine Vorschriften verfügen, die über die NISV hinausgehen würden. Urteil 1P.68/2007 vom 17. August 2007 |
|
August 2007
|
Hirntumorklagen in den USA gegen die Mobilfunkindustrie sind
abgewiesen |
|
Juli 2007 |
"Mobilfunkgeschädigter" scheitert vor dem Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Eine im Jahr 2002 dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vorgebrachte Beschwerde eines sich von einer nahen Mobilfunkanlage geschädigt fühlenden Frühpensionärs wurde nun zurückgewiesen. Es war dem Kläger nicht gelungen, mehr als nur Vermutungen darzulegen und somit konnte den deutschen Behörden und Gerichten kein Fehlverhalten vorgeworfen werden, indem sie die betreffende Anlage genehmigten und seine vorangegangenen Klagen zurückgewiesen hatten. Entscheidung vom 03.07.07 (doc, 81 KB) Deutsche Übersetzung der Entscheidung Umweltanwalt strebt Sammelklage für Mobilfunkgeschädigte an (Teltarif vom 29.08.02) In diesem Artikel aus 2002 wird die Vorgeschichte und das Umfeld dieser Beschwerde beschrieben. |
|
Juni 2007
|
Freispruch für Radio Vatikan Radio Vatikan ist in zweiter Instanz vom Vorwurf überhöhter Strahlenbelastung freigesprochen worden. Das römische Berufungsgericht erklärte, der frühere Sender-Direktor Pasquale Borgomeo und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Kardinal Roberto Tucci seien nicht für einen angeblich gesundheitsgefährdenden Elektrosmog der Sendeanlagen bei Santa Maria di Galeria haftbar zu machen. Mehr Information |
|
Januar 2007
|
Bundesfinanzhof München: Kosten zur Abschirmung von Mobilfunkwellen
nur bei amtsärztlicher Bestätigung absetzbar Der Bundesfinanzhof in München hat den Einspruch einer Klägerin gegen einen Entscheid das Finanzgerichts Baden-Württemberg zurückgewiesen, nach dem Aufwendungen zur Abschirmmaßnahmen gegen die Immissionen einer Mobilfunkanlage steuerlich nicht absetzbar seien. Dabei wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Klägerin habe eine konkrete Gesundheitsgefährdung entgegen der Vorgaben der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) weder durch ein vor der Beseitigungsmaßnahme erstelltes amtliches technisches Gutachten noch zusätzlich durch ein zuvor erstelltes amtsärztliches Attest nachgewiesen. Entscheidung III B 137/06 des Bundesfinanzhofs vom 29.01.07 |
|
Januar 2007
|
Bundesgericht weist in einem Urteil mehrere gängige Klagepunkte
gegen Mobilfunkanlagen ab |
|
Januar 2007
|
Finanzgerichtsurteil: Schutz gegen elektromagnetische Wellen nicht
steuerlich absetzbar Eine an MCS (Multiple Chemical Sensitivity) erkrankte und deswegen zu einem Grad von 70% behinderte Frau ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, Abschirmmaßnahmen gegen durch Mobilfunkanlagen und Handys erzeugte elektromagnetische Wellen von der Steuer abzusetzen. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz wies eine Klage der Frau mit Urteil vom 16. Januar (Az: 2 K 1047/05) ab und gab damit dem Finanzamt Recht. Die Frau aus dem Raum Koblenz hatte in ihrer Einkommenssteuererklärung rund 38.500 Euro für Schutzmaßnahmen als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht. Pressemeldung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 01.02.07 |
|
Juli 2006
|
OLG Karlsruhe: Miteigentümer kann Mobilfunkanlage auf dem
Dach ablehnen |
|
März 2006
|
BGH: Genehmigung für eine Funkanlage schliesst nicht den
Betrieb mehrerer Funkanlagen ein Die Auslegung der in das Grundbuch eingetragenen Befugnis eines Wohnungseigenümers, auf dem Dach des gemeinschaftlichen Gebäudes "eine Funkfeststation" zu betreiben, führt nicht dazu, dass der Betrieb einer Mehrzahl solcher Anlagen gestattet wäre. In diesem Beschluss wird auch zu einer möglichen Wertminderung von Immobilien durch Mobilfunkanlagen Stellung bezogen. Beschluss V ZB 17/06 des Bundesgerichtshofs vom 30.03.2006 (pdf, 88 KB) |
|
März 2006
|
BGH: Vermieter dürfen Mietern Mobilfunkantenne aufs Dach
setzen |
|
Okt. 2005
|
OGH Wien weist Klage wegen Handymast ab |
|
Sept. 2005
|
VG Düsseldorf: Mobilfunkanlage im reinen Wohngebiet zulässig |
|
Sept. 2005
|
LG Mainz: 20-jährige Laufzeit eines Vertrages über die
Errichtung einer Mobilfunksendeanlage nicht generell unzulässig
Allein aus der 20-jährigen Laufzeit eines Vertrages über die Errichtung einer Mobilfunksendeanlage lässt sich nicht dessen Unbilligkeit ableiten. Dies entschied das Landgericht Mainz und wies die Klage der Inhaberin eines Kaufhauses ab, die von einem Mobilfunkbetreiber die Entfernung einer auf dem Gebäude betriebenen Funksendestation begehrte. Pressemitteilung des LG Mainz vom 11.09.05 |
|
August 2005
|
VG Mainz: 200m-Schutzzone um Wohngebiet per Standortkonzept ist
unzulässig Trotz ihres Konzepts, dass Mobilfunkanlagen einen Abstand von 200 m zur nächst gelegenen Wohnbebauung einzuhalten haben, muss die Stadt Bingen nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Mainz eine D1 Basismobilfunkstation innerhalb dieses Umkreises baurechtlich genehmigen. Mehr Information |
|
Mai 2005
|
Radio Vatikan wegen Überschreitung von Grenzwerten für
elektromagnetische Strahlung verurteilt Der Generaldirektor und der zuständige Kardinal von Radio Vatikan sind nach einem jahrelangen Streit von einem italienischen Gericht zu 10-tägigen Bewährungsstrafen verurteilt worden. Mehr Information |
|
April 2005
|
Verwaltungsgericht kippt ablehnende Mobilfunkbescheide Das Verwaltungsgericht Würzburg kippte vier ablehnende Bescheide der Stadt Kitzingen gegen den Bau von Sendeanlagen. Juristisch unters Fallbeil kam auch die Gestaltungssatzung, mit der neue Masten auf den Dächern der Altstadt blockiert werden sollten. Mehr Information |
|
März 2005
|
Nailaer Studie ist „nicht geeignet, Gesundheitsgefahren
zu belegen" Mit dieser Begründung wurde vom Münchner Verwaltungsgericht die Klage einer Münchnerin gegen die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) abgewiesen. Mehr Information |
|
März 2005
|
Kein Abwehranspruch bei Einhaltung der Grenzwerte Das Landgericht Freiburg verneint gegenüber einem Kläger mit Herzschrittmacher einen Abwehranspruch bei Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte. Mehr Information |
|
Januar 2005
|
Landgericht Braunschweig: Mobilfunksender auf Nachbarhaus sind
zu dulden Das Landgericht Braunschweig wies die Klage einer Frau ab, die einen Sender auf dem Dach des Nachbarhauses aufgrund von Medienberichten über Gesundheitsgefahren verbieten.lassen wollte. Rhein-Zeitung vom 20.01.05 |
|
Februar 2004 |
Bundesgerichtshof weist Klage gegen Mobilfunksendeanlage ab Ordnungsgemäß betriebene Mobilfunkanlagen können nur verboten werden, wenn wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse über eine Schädlichkeit des Elektrosmogs vorliegen. Mehr Information |
|
Januar 2004 |
Oberverwaltungsgericht Koblenz lehnt Eilantrag gegen Mobilfunkanlage
ab Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass Mobilfunkanlagen, welche die von der Bundesregierung festgelegten Grenzwerte einhalten, gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können. Mehr Information |
|
Januar 2004 |
Mobilfunk-Mast kein Grund für Mietminderung Ein Mobilfunk-Mast auf dem Hausdach stellt laut einem Urteil des Landgerichts Kempten keinen Mangel an Wohnungen im Haus dar. Mehr Information |
|
Dezember 2003
|
Bundesgericht weist Beschwerden der Gemeinden Flawil und Degersheim
ab Das Gericht bestätigt damit die Gültigkeit der NISV-Verordnung sowie den Einklang mit europäischem Recht und lehnt die Verwendung unwissenschaftlicher Forschungsergebnisse ab. Zeitungsbericht dazu Urteil zu Thawil Urteil zu Degersheim |
|
Dezember 2003 |
Hamburger Oberverwaltungsgericht erlaubt UMTS-Antenne in Wohngebiet
Der im Juli 2003 verhängter, vielbeachteter Baustopp einer Mobilfunkantenne aufgrund "psychologische Belastung der Bewohner und Nachbarn" (siehe unten) hat vor dem Oberverwaltungsgericht einen anderslautenden Fortgang gefunden. Mehr Information |
|
November 2003 |
VG Neustadt: "Freiburger Appell" keine Grundlage für größeren
Sicherheitsabstand von Mobilfunkanlagen Nachbarn scheiterten mit dem Baustopp einer in 90 Metern Entfernung geplanten Anlage, wobei sie sich auf den «Freiburger Appell» der Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin berufen hatten. |
|
November 2003 |
VG Oldenburg: Nachbar muss Antenne dulden Wer 35 Meter von einer geplanten Mobilfunkanlage entfernt wohnt und damit einen per Verordnung festgelegten Sicherheitsabstand von knapp 6,40 Metern um mehr als das Fünffache überschreitet, kann gegen den Bau der Antenne keinen vorläufigen Rechtsschutz erhalten |
|
Oktober |
England: Gerichtsurteile gegen Mobilfunkmasten In Großbritannien fällte das oberste Zivilgericht kürzlich einige Urteile gegen die Regierung und Mobilfunkbetreiber in Fällen, in denen die Planungsbehörden bei der Entscheidung, ob ein Mobilfunkmast genehmigt wird oder nicht, gesundheitliche Aspekte außer Acht gelassen hatten. |
|
Oktober |
USA: Klage wegen Gehirntumor durch Handynutzung auch vor Berufungsgericht
abgewiesen Die Anwälte des an einem Gehirntumor erkrankten US-Neurologen Dr. Christopher Newman sind nun auch vor einem Berufungsgericht damit gescheitert, eine diesbezügliche Schadensersatzklage von 800 Mio.$ gegen mehrere amerikanische Mobilfunkunternehmen zuzulassen. Mehr Information |
|
September 2003 |
OVG Lüneburg: Ungesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse nicht
verwendbar Die Klage gegen die Baugenehmigung einer Mobilfunkanlage wurde unanfechtbar abgewiesen, da die vom Kläger vorgebrachten Argumente keinem gesicherten wissenschaftlichem Erkenntnisstand genügten. |
|
August 2003 |
VG Karlsruhe: Flächendeckende Nutzungsmöglichkeit der Telekommunikationseinrichtungen
liegt im öffentlichen Interesse Eine Klage gegen eine Mobilfunkanlage wurde abgewiesen, obwohl anerkannt wurde, dass in der Gesetzgebung die nicht-thermischen Wirkungen elektromagnetischer Felder nicht berücksichtigt werden. Jedoch gebiete die verfassungsrechtliche Schutzpflicht nicht etwa, alle nur denkbaren Schutzmaßnahmen zu treffen. |
|
Juli 2003 |
VG Hamburg: Psychologische Belastung der Bewohner und Nachbarn ist
zu berücksichtigen Richter verhängen Baustopp einer Mobilfunkantenne, da deren Betrieb zu einer "nachvollziehbaren psychologischen Belastung der Nachbarschaft" geführt hätte. |
|
Juli 2003 |
OVG Koblenz: Gericht erlaubt Mobilfunk-Antenne auf Altenheim Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat den Betrieb einer Mobilfunk-Sendeanlage auf einem Altenwohnheim in Koblenz zugelassen, obwohl dieser nach dem Bebauungsplan unzulässig ist. |
|
Juni 2003 |
OLG Frankfurt: Nachbarn müssen Mobilfunkanlage hinnehmen Eine Mobilfunkanlage auf einem Nachbargrundstück muss grundsätzlich hingenommen werden, wenn die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Mehr Information |
|
Mai 2003 |
LG Frankfurt: Keine Mietminderung wegen Handysenders auf Dach Werden die Grenzwerte der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchVO) eingehalten, so rechtfertigt eine Mobilfunkantenne (Handysender) auf dem Dach eines Wohnhauses keine Minderung des Mietzinses. Mehr Information |
|
April 2003 |
OVG Schleswig: Gewerbebetrieb nach Art eines Mobilfunksenders in Dorfgebiet
allgemein zulässig Gerichtsurteil ( |
|
März 2003 |
OVG Münster eröffnet neue Klagemöglichkeiten und erweitert
die Prüfpflicht der Behörden Das Oberverwaltungsgericht Münster verlangt nun auch die "optischen Auswirkungen der Mobilfunksendeanlage in den Blick zu nehmen" und eventuelle schädliche Umwelteinwirkungen sowie den Sicherheitsabstand zu Nachbargrundstücken zu prüfen. |
|
März 2003 |
USA: Erneut Klagen gegen Mobilfunkindustrie abgewiesen Mit diesen fünf Sammelklagen sollten Mobilfunkunternehmen aufgefordert werden, die Kunden mit kostenlosen strahlungsmindernden Freisprecheinrichtungen zu versorgen, bzw. solche zu entschädigen, welche bereits derartige Freisprecheinrichtungen gekauft hatten. Mehr Information |
|
Oktober 2002 |
Koblenz: Mobilfunk-Sender fürs Allgemeinwohl Mobilfunk-Sender dürfen auch errichtet werden, wenn sie nicht im Bebauungsplan von Städten vorgesehen sind. Aus Gründen des Allgemeinwohls könnte eine Abweichung städtebaulich vertretbar sein, entschied das Verwaltungsgericht Koblenz in einem Urteil. |
|
September 2002 |
USA: Schadensersatzklagen mit dem Vorwurf von Hirntumoren durch Handynutzung
sind abgewiesen Die Bundesrichterin Catherine Blake hat die 800-Mio.$- Klage des an Hirntumor erkrankten C. Newman gegen die Mobilfunkindustrie wegen unzureichenden wissenschaftlichen Nachweisen abgewiesen. Mehr Information |
|
August 2002 |
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Sammelklage
für Mobilfunkgeschädigte angestrebt Ein Lüneburger Anwalt für Umweltrecht will eine Sammelklage für Mobilfunkgeschädigte aus ganz Deutschland vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen. Mehr Information |
|
Juli 2002 |
Österreich: Mobilfunkunternehmen scheitern vor Gericht gegen den
Salzburger Stadtrat Padutsch Im Frühjahr 2002 zeigte das Forum Mobilkommunikation den Stadtrat Padutsch wegen Amtsmissbrauchs an, da er acht Bauakten für Mobilfunkmasten aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht weitergeleitet hatte. Am 4. Juli wurde er in erster Instanz von dieser Anklage freigesprochen, im Januar 2003 auch in der zweiten Instanz. Mehr Information |
|
Juli 2002 |
Nordrhein-Westfalen: Baugenehmigungspflicht für Mobilfunkantennen
auf Wohngebäuden Nach einer unanfechtbaren Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster bedeutet die Installation einer Mobilfunkanlage auf einem Wohngebäude dessen Nutzungsänderung, welche unabhängig von der Antennenmasthöhe eine Baugenehmigung erfordert. Mehr Information |
|
Juli 2002 |
Nordrhein-Westfalen: Einstimmige Zustimmung bei Eigentümergemeinschaften
für neue Mobilfunkantennen notwendig Nach einer Entscheidung des OLG Hamm vom März müssen 2002 alle Eigentümer eines Hauses einer neuen Mobilfunkanlage zustimmen, solange Gesundheitsgefahren nicht ausgeschlossen werden können. |
|
Juni 2002 |
USA: An Gehirntumoren erkrankte Kläger verlieren Prozess (niederfrequente
Felder) Zwei ehemalige Mitarbeiter der National Security Agency (NSA), welche ihre Gehirntumor-Erkrankungen der Arbeit an einem Entmagnetisierer zuschreiben, haben den von ihnen deshalb angestrengten Prozess verloren. Obwohl es hierbei um niederfrequente Felder ging, gibt es doch mehrere Zusammenhänge zu den in Vorbereitung befindlichen Prozessen mit Vorwürfen der Entstehung von Gehirntumoren durch die Nutzung von Mobiltelefonen. |
|
März 2002 |
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Mobilfunkanlage Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, die die Bewertung der Gesundheitsgefahren durch Elektrosmog betraf. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass es Aufgabe der Politik sei, über die Höhe von Grenzwerten zu entscheiden. Das Grundrecht auf Leben und Gesundheit verlangt nicht von den Gerichten, den Verordnungsgeber auf einer wissenschaftlich ungeklärten Grundlage zur Herabsetzung von Grenzwerten zu verpflichten. Mehr dazu |
|
März 2002 |
Baden-Württemberg und Hannover: Baugenehmigungspflicht für
Mobilfunkanlagen (in Wohngebieten) Im März 2002 stellten zwei Verwaltungsgerichte in Baden-Württemberg und Hannover in unabhängigen Fällen fest, daß für Mobilfunkanlagen entgegen der bisherigen Praxis Baugenehmigungen erforderlich sind. Baden-Württemberg Hannover |
|
|||||||||||||
|