Longitudinalwellen - Fakt oder Erfindung?

Auch Längs-, Skalar- oder Teslawellen genannt

 
Fakten

Wellen, bei denen die einzelnen Teilchen in Richtung der Ausbreitungsrichtung der Welle schwingen heißen Längswellen oder Longitudinalwellen. Bei diesen folgen Verdichtungen und Verdünnungen aufeinander. Der Abstand zweier benachbarter Verdünnungen oder zweier benachbarter Verdichtungen ist die Wellenlänge der Longitudinalwelle.
Longitudinalwellen sind in festen, flüssigen und gasförmigen Körpern möglich, dazu zählen z. B. Schallwellen.

Nach den heutigen Kenntnissen der Physik sind jedoch elektromagnetische Wellen im Fernfeld allein Transversalwellen, bei welcher die Schwingung quer zur Ausbreitungsrichtung stattfindet:

 

Hypothesen

Manche Naturwissenschaftler, welche nicht an der heutigen Lehrmeinung festhalten, vertreten jedoch die Ansicht, daß auch elektromagnetische Wellen als Longitudinalwellen auftreten können. Beweise dafür, sowohl mathematischer als auch experimenteller Art ließen sich finden, wenn man die im 19. Jahrhundert festgelegten Ansichten über den Wellencharakter elektromagnetischer Strahlung in Frage stellt bzw. erweitert.

Diese elektromagnetischen Longitudinalwellen sollen dann folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Sie sind sowohl in der Frequenz wie auch in der Wellenlänge modulierbar und besitzen somit eine Übertragungsdimension mehr.
  • Die Ausbreitungsgeschwindigkeit könnte durch die Schwingung in Ausbreitungsrichtung nicht fest, sondern nur gemittelt angegeben werden und kann sowohl niedriger wie auch höher als die Lichtgeschwindigkeit sein.
  • Bei gewöhnlichen (transversalen) elektromagnetischen Wellen wirksame Abschirmmittel wären wegen der unterschiedlichen Ausbreitungsform teilweise unwirksam.
  • Sender und Empfänger einer Longitudinalwelle können miteinander in Resonanz treten und dann eine 100%-Übertragung der Energie erreichen, unabhängig von der Entfernung..
  • Durch diese Resonanzeffekte wäre auch die erhöhte biologische Wirksamkeit von elektromagnetischer Strahlung erklärbar:
    • Durch Wechselwirkung mit biologischen Systemen
    • Die empfangene Energie könnte sich (ungewollt) auf bestimmte räumliche Regionen konzentrieren, dies würde die erhöhte Elektrosensibilität von manchen Personen erklären, die sich durch besondere Merkmale als "resonierender" Empfänger eignen.
  • Andererseits wäre es aber auch möglich, durch besonders leicht resonierende Körper die (schädliche) Energie der Longitudinalwellen gewissermaßen abzusaugen und die Umwelt damit zu entlasten. Diese Eigenschaft wird manchen käuflich zu erwerbenden Artikeln zugeschrieben.

Bisher stehen jedoch noch wissenschaftlich anerkannte Beweise für diese Annahmen aus. Ein Grund dafür ist nach Ansicht der sich damit beschäftigenden Naturwissenschaftler die bis heute fehlende Meßmöglichkeit dieser Wellenform. Eine ihrer zentralen Forderungen ist daher die Intensivierung der weltweiten Forschung auf diesem Gebiet, insbesonders die Erweiterung der dazugehörigen Nachweis- und Meßmethoden.

Allerdings lässt sich die Nicht-Existenz der elektromagnetischen Longitudinalwellen auch mathematisch herleiten, sofern man bei Meyl's eigenen Gleichungen keine Rechenfehler macht. Erstaunlich ist auch, dass es trotz der vordergründig beklagten Mangels an Nachweis- und Meßmethoden bei dem Schöpfer dieses Longitudinalwellen-Gedankengebäudes diverse zugehörige Gerätschaften bis zu einigen tausend Euro zu erwerben sind (siehe unten) - ist das der wahre Grund für diesen ganzen Zauber?


Mehr dazu:

Skalarwellen
Eine Informationsseite bei Esowatch, einem Wiki das sich unter Anderem mit Esoterikern und Pseudowissenschaftlern befasst.
Prof. Dr.-Ing. Konstantin Meyl
Prof. Meyl forschte selbst auf dem Gebiet der Longitudinalwellen und stellt auf seiner Homepage einige Information zu diesem Thema bereit.
Siehe auch Esowatch zu Prof. Meyl
Erstes Transferzentrum für Skalarwellentechnik
Dieses Zentrum wurde von Prof. Dr.-Ing. Konstantin Meyl im Jahre 1988 als Steinbeis Transferzentrum für Antriebstechnik gegründet und ist nach Auflösung aller Verträge durch die Stiftung im April 2003 in die jetzige Form überführt worden. Prof. Meyl hat sich im März 2004 von seiner Leitung zurückgezogen, in einem Shop kann man auch diverse zugehörige Gerätschaften erwerben.
Eine kritische Betrachtung der Theorien von K. Meyl
In diesem Beitrag aus dem Newssletter 1/2004 der Forschungsgemeinschaft Funk werden die Herleitungen und Schlussfolgerungen von Meyl analysiert und bewertet (8 Seiten, 142 kB)
Sammlung von Unterlagen von Prof. Gerhard W. Bruhn
Gerhard W. Bruhn war Mathematikprofessor der TU Darmstadt und hat umfangreiche Argumentationen gegen die Meyl'schen Theorien gesammelt.
Der Kongreß des Schweigens - esoterische Skalarwellen in der Uni Stuttgart
In diesem Beitrag zu einem Kongress über Longitudinalwellen in Stuttgart vom Oktober 2003 geht es auch um die Meyl'schen Theorien.
Die Meyl'schen Skalarwellen: Nur wissenschaftliches Fehlverhalten oder irreführende Vermarktung von Pseudowissen?
Hier hat der Chemiker Dr. rer. nat. Klaus Keck umfangreiches Material gesammelt.

Messbare Wirkung von elektromagnetischen Feldern
In diesem Artikel von Dr.med.H. M. Schreiber finden sich einige (scheinbar) medizinische Ausführungen zu den angenommenen Wirkungen von Longitudinalwellen.

 


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Zuletzt geändert: 08.01.10