Aktuelle Themen der Woche 17

21. - 27. April 2008

   

Forschung
Neues aus der Forschung am Tier und in-vitro sowie neue Metastudien

  • Wirkung einer chronischen GSM-Exposition (900 MHz) auf die Glia im Gehirn von Ratten
    Ammari M, Brillaud E, Gamez C, Lecomte A, Sakly M, Abdelmelek H, de Seze R: Effect of a chronic GSM 900MHz exposure on glia in the rat brain, Biomed Pharmacother 2008: in press
    Abstract
     
  • Effekte von UMTS-Exposition auf durch Röntgenstrahlung induzierte Chromosomenschäden in menschlichen Lymphozyten
    L. Mantia, H. Braselmannb, M. L. Calabresec, R. Massac, M. Pugliesea, P. Scampolia, G. Sicignanoa, and G. Grossia: Effects of Modulated Microwave Radiation at Cellular Telephone Frequency (1.95 GHz) on X-Ray-Induced Chromosome Aberrations in Human Lymphocytes In Vitro, Radiation Research Volume 169, Issue 5 (May 2008), Article: pp. 575–583.
    Abstract
     
  • Meta-Analyse zu der Langzeit-Nutzung von Mobiltelefonen und dem Zusammenhang mit Hirntumoren
    Hardell L, Carlberg M, Söderqvist F, Hansson Mild K.: Meta-analysis of long-term mobile phone use and the association with brain tumours, Int J Oncol. 2008 May;32(5):1097-103.
    Abstract
     
  • Meta-Analyse zu genetischen Schädigungen in Stammzellen durch hochfrequente Exposition
    Vijayalaxmia, Thomas J. Prihoda: Genetic Damage in Mammalian Somatic Cells Exposed to Radiofrequency Radiation: A Meta-analysis of Data from 63 Publications (1990–2005), Radiation ResearchVolume 169, Issue 5 (May 2008), Article: pp. 561–574.
    Abstract
 

Forschung
Neues vom Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm

Zu dem Projekt "Bestimmung der Exposition durch WiMAX" aus dem Bereich "Dosimetrie" erschien der zweite Zwischenbericht, in dem der Forschungsnehmer detailliert unterschiedliche Verfahren diskutiert, die zur mess- bzw. zur rechentechnischen Bestimmung von Expositionen der allgemeinen Bevölkerung durch WiMAX Sendeanlagen bzw. durch entsprechende Endgeräte eingesetzt werden können.

Im Rahmen seiner Newsletter informierte das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm in den letzten Wochen weiterhin über leider nicht weiter beschriebene Aktualisierungen bzw. Korrekturen der Informationsseiten zu mehreren Projekten, die bereits seit längerem abgeschlossen sind und deren Abschlussberichte schon früher veröffentlicht wurden. Dies waren Informationen zur Machbarkeitsstudie zur Untersuchung altersabhängiger Wirkungen und zu Untersuchungen zur Beeinflussung der Pinealdrüse (Melatonin).

 

Forschung & Gesundheit
Österreich: Wissenschaftlicher Beirat Funk" (WBF) gibt Entwarnung

Der 2004 als unabhängige interdisziplinäre Expertenkommission gegründete "Wissenschaftliche Beirat Funk" (WBF) und seit 2007 offizielles beratendes Gremium des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) kam nach eingehender Analyse, Bewertung und Diskussion von insgesamt 68 wissenschaftlichen Studien/Arbeiten, die zwischen August 2006 und Januar 2008 publiziert wurden, einstimmig zu folgendem Konsens: Es gibt keinen Beweis, dass es bei Einhaltung der Grenzwerte eine gesundheitliche Gefährdung im Umgang mit dem Mobilfunk gibt.
Abschliessend stellt der WBF jedoch auch fest, dass im Hinblick auf die Einführung und Verwendung neuer Technologien grundsätzlich ein umsichtiger Umgang mit diesen Technologien sinnvoll ist.

Zeitgleich verschickte die verschickte die Ärztekammer Wien im Kontrast dazu in einer Aussendung die aktualisierte Version ihrer zehn Handyregeln, mit denen sie vor der übermäßigen Nutzung von Mobiltelefonen warnen will:

Pressestimmen:

Der WBF sieht sich seit seinen ersten Veröffentlichungen der Kritik von Mobilfunkkritikern ausgesetzt, da er sich nicht deren Darstellungen anschließen möchte. Bereits im November 2004 war seine Tätigkeit und Bewertung der REFLEX- und TNO-Studie Gegenstand einer schriftlichen Anfrage von Dr. Gabriela Moser (Grüne), welche noch im Dezember 2004 beantwortet wurde, eine weitere zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Person des Vorsitzenden des Beirats, Prof. Vana, folgte im Sommer 2005.

   

Kurz & bündig
Kurznachrichten und neue Links aus dem EMF-Geschehen

  

Medien
Elektrosmog, Funktechnik und Mobiltechnologienutzung in den Medien

Zitate

  • "Möglich wäre es etwa, den so genannten Organisationskanal von 2 Gigahertz auf für biologische Organismen tausendfach verträglichere 20 Megahertz zu setzen"
    Mit dieser haltlosen Aussage auf einer mobilfunkkritischen Veranstaltung machte der Physiker Dr.-Ing. Volker Schorpp deutlich, dass er die Funktion und Notwendigkeiten der Organisationskanäle von zellularen Mobilfunknetzen nicht einmal ansatzweise verstanden hat: Die den Zellen zugeordneten Organisationskanäle eines zellularen Mobilfunknetzes können prinzipiell doch nur dann funktionieren, wenn sie zumindest im gleichen Frequenzbereich mit einer gleichen Antennencharakteristik und somit gleichen Ausbreitungsbedingungen ausgesendet werden, was bei einer um den Faktor 100 verschiedenen Frequenz absolut nicht gegeben ist (Schwäbische Zeitung vom 22.04.08).

 

Elektrosmog

  • Elektrosmog: Strahlender Alltag (Bayerisches Fernsehen, Abendschau vom 21.4.2008)
    "Handymasten strahlen gefährlich, im Auto ist das Telefonieren schädlicher, Freisprechanlagen sind elektro-magnetisch bedenklich - was ist dran an solchen Behauptungen? Ein Dosimeter kann für Aufklärung sorgen - wir haben den Alltagstest gemacht."

 

Funktechnik

 

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Aktuelle Themen
    Aktuelle Themen der Woche 17 (21. - 27. April 2008)
 
Zuletzt geändert: 27.04.08