Aktuelle Themen der Woche 16

14. - 20. April 2008

   

Forschung
Neues aus der Epidemiologie, der Forschung am Menschen und der Dosimetrie

  • Hochfrequente elektromagnetische Felder, männliche Infertilität und Geschlechter-Verhältnis der Nachkommen
    Baste V, Riise T, Moen BE.: Radiofrequency electromagnetic fields; male infertility and sex ratio of offspring, Eur J Epidemiol. 2008 Apr 16 [Epub ahead of print]
    Abstract
    Siehe auch: Is fertility reduced among men exposed to radiofrequency fields in the Norwegian Navy? vom Januar 2007.
     
  • Kein Einfluss von GSM- und UMTS-Mobiltelefonen auf kognitive Funktionen und andere Parameter
    H. Kleinlogel, Th. Dierks, Th. Koenig, H. Lehmann, A. Minder, R. Berz: Effects of weak mobile phone - Electromagnetic fields (GSM, UMTS) on event related potentials and cognitive functions, Bioelectromagnetics Early View
    Abstract
     
  • Expositionsberechnung für den Aufenthalt auf einer reflektierenden Bodenplatte
    Calculated SAR distributions in a human voxel phantom due to the reflection of electromagnetic fields from a ground plane between 65 MHz and 2 GHz, Phys Med Biol. 2008 May 7;53(9):2277-89. Epub 2008 Apr 9.
    Abstract
  

Dosimetrie
Bayerischer Umweltausschuss: Bericht zu Mobilfunk-Personendosimeter

Im Umweltausschuss des Landtags des Freistaats Bayern wurde das für eine Studie mit Kindern und Jugendlichen verwendete Personendosimeter vorgestellt:

Mehr Information:

    

Kurz & bündig
Kurznachrichten und neue Links aus dem EMF-Geschehen

     

Medien
Elektrosmog, Funktechnik und Mobiltechnologienutzung in den Medien

Elektrosmog

  • Politiker fordern Erdverlegung von Hochspannungsleitungen (Basler Zeitung vom 14.04.08)
    Schweizerische Politiker von Gemeinden, Kantonen und Bund machen Druck für die Verlegung von Hochspannungsleitungen in den Boden. Sie fordern unabhängige Machbarkeitsstudien und klare Kriterien für die Erdverlegung in sensiblen Gebieten. Damit sollen die menschliche Gesundheit und die Landschaft geschützt werden.
     
  • Keine Hilfe vom Amtsarzt bei Elektrosmog (Frankenpost vom 11.04.08)
    Streit | Bürger wollten sich von Gesundheitsbehörde untersuchen lassen – und wurden abgewiesen. Ministerium kontert den Vorwurf einer Initiative: „Wir haben nichts verboten. Aber da es keine Gefährdung der Gesundheit gibt, ist auch keine Vorbeugung angezeigt.“

 

Mobiltechnologienutzung

  • Mobilfunknetz warnt vor Staus (Pressetext.de vom 19.04.08)
    Der österreichische Mobilfunkprovider A1 hat kürzlich in Linz ein Pilotprojekt abgeschlossen, bei dem Bewegungsdaten von Handys zur Beobachtung der Verkehrslage verwendet werden.
     
  • Die nächste Milliarde Handyanschlüsse (derStandard.at vom 17.04.08)
    Drei Milliarden Menschen haben weltweit Handys, für Menschen in "Emerging Markets" und ärmeren Ländern kein Luxus, sondern eine neue Lebensader.
     
  • Graz verbannt Handy-Lärm aus öffentlichen Verkehrsmitteln (Heise Newsticker vom 16.04.08)
    In der österreichischen Stadt Graz tritt ein "prinzipielles Telefonierverbot" in Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs in Kraft. Alle Busse und Straßenbahnen der Grazer Verkehrsbetriebe (GVB) wurden dazu mit sogenannten "Lautlos"-Aufklebern versehen.
 

Elektrosmog-Historie
Der Blick zurück: Was war vor fünf Jahren? - Gutachten der französischen "Agence française de sécurité sanitaire environnementale" (AFSSE) zur Mobiltelefonie

Im April 2003 legte die im Herbst 2002 neu gegründete "Agence Française de Sécurité Sanitaire Environnementale" (AFSSE) ihren ersten Bericht zu Mobiltelefonen und Sendemasten vor:

Nach diesem ersten Gutachten folgte im Juni 2005 das zweite Gutachten der (AFSSE) zur Mobiltelefonie (pdf, 2 MB), worin nicht nur der damals aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zu eventuellen gesundheitlichen Wirkungen von elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks erläutert und bewertet wird, sondern auch die grundlegenden technischen Eigenschaften der verschiedenen Technologien beschrieben werden, soweit sie auf deren Emissionen Einfluss haben.
Die in beiden Berichten gegebenen Vorsorgeempfehlungen bezüglich der Handynutzung durch Kinder und Jugendliche wurden in späteren Veröffentlichungen französischer Institutionen immer wieder hervorgehoben, zuletzt in einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums vom Januar 2008 (siehe auch hier).

   

Off-Topic
Wissenschaftlerin warnt vor der generellen Verurteilung industriefinanzierter Studien

In diesem Artikel von Dr. Elizabeth Whelan, der Präsidentin des "American Council on Science and Health", warnt diese mit Blick auf die pharmazeutische Forschung davor, industriefinanzierte Studien grundsätzlich zu verurteilen und sogenannten "unabhängigen" Studien den Verzug zu geben. Sie erwähnt dabei u. a. die Vielzahl der Faktoren für das Zustandekommen qualitativ guter Ergebnisse und sieht die Gefahr, dass bei der Überbewertung "politisch korrekter" Studien die fachliche Expertise durch eine vorsorgegetriebene und wirtschaftlichsfeindliche Ideologie ersetzt wird.

 

 Zu den aktuellen Themen der Vorwoche (Woche 15/2008)

 

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Aktuelle Themen
    Aktuelle Themen der Woche 16 (14. - 20. April 2008)
 
Zuletzt geändert: 20.04.08