Aktuelle Themen der Woche 14

30. März - 6. April 2008

   

Forschung
Neues aus der Forschung am Menschen

  • Exposition bei elektromagnetischen Mobilfunk-Feldern und subjektive Symptome: Eine Doppelblind-Studie
    Cinel C, Russo R, Boldini A, Fox E.: Exposure to Mobile Phone Electromagnetic Fields and Subjective Symptoms: A Double-Blind Study, Psychosom Med. 2008 Mar 31 [Epub ahead of print]
    Abstract
    Zusammenfassung im EMF-Portal
     
  • Kognitive und neurobiologische Schwankungen bei elektromagnetisch hypersensiblen Patienten: Ergebnisse einer Fall-Kontroll-Studie
    Landgrebe M, Frick U, Hauser S, Langguth B, Rosner R, Hajak G, Eichhammer P.: Cognitive and neurobiological alterations in electromagnetic hypersensitive patients: results of a case-control study, Psychol Med. 2008 Mar 26;:1-11 [Epub ahead of print]
    Abstract
    Siehe auch Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm
    

Forschung
Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm: Kurzprotokoll des Fachgesprächs zum Themenkomplex „Langzeiteffekte”

Am 11. und 12. Oktober 2007 fand im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) der fünfte und letzte internationale Fachworkshop statt, auf dem vor allem tierexperimentelle Langzeitstudien und epidemiologische Studien, die sich mit Langzeiteffekten hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks befassen, vorgestellt und diskutiert wurden.

In den biologischen Studien wurden u. a. Auswirkungen chronischer HF-Exposition auf die Blut-Hirn-Schranke, auf das Stress- und Immunsystem, Kognition, Tinnitus, Fortpflanzung und Entwicklung sowie auf die Entwicklung von Leukämie in einem speziellen Tiermodell untersucht. Im epidemiologischen Teil wurden u. a. die deutschen Teilergebnisse der INTERPHONE-Studie, vorläufige Daten einer umfassenden Studie zum Uvealmelanom und der Stand einer Fall-Kontroll-Studie zu kindlicher Leukämie um Radio- und Fernsehsender präsentiert.

  

Kurz & bündig
Kurznachrichten und neue Links aus dem EMF-Geschehen

   

Medizin & Populismus
Australischer Neurochirurg beeindruckt Medien und Laien mit seiner Darstellung zum Hirntumorrisiko durch Mobiltelefonieren

Der australische Neurochirurg Prof. G. Khurana hat auf seiner Homepage eine von ihm verfasste bewertende Zusammenfassung einiger Studien zum eventuellen Zusammenhang zwischen Mobiltelefonieren und dem Risiko einer Hirntumorerkrankung veröffentlicht. Mit einer daraus zu folgernden "Warnung" weckte er das Interesse verschiedener internationaler Boulevardmedien, welche sich nicht an den inhaltlichen Fehlern und subjektiven Darstellungen störten:

Abgesehen von Gegendarstellungen der Industrie wie etwa der australischen Mobilfunkervereinigung (AMTA) fand man darauf jedoch auch eine Reihe von anderen Stimmen, welche die Folgerungen von Prof. G. Khurana in Zweifel zogen:

  • Government dismisses mobile phone risk ( ninemsn (AU) vom 31.03.08)
    In diesem Artikel wird die australische Strahlenschutzbehörde zitiert, welche in Khuranas Aussagen insgesamt nur eine subjektive Darstellung bereits bisher bekannter Ergebnisse sieht.
     
  • Mobile-phone industry: Tumour study 'very selective' (ZDnet vom 01.04.08)
    Hier findet man eine Zusammenfassung der Standpunkte der Industrie
     
  • Cell Phones and Cancer - Scaremongering from the Independent (ScienceBlogs vom 31.03.08)
    In diesem Beitrag zu dem Artikel im britischen "The Independent" (siehe oben) wird nicht nur zu dem aktuellen Fall Stellung bezogen, sondern auch zum Verhalten dieser Zeitung im allgemeinen:
    "Es gibt eine Menge Spinnereien über Elektrosmog und andere unsinnige Ängste vor "Strahlung" von Menschen, die während des Physikunterrichts geschlafen haben. Der Independet ist an vorderster Front um solchen Unsinn zu verbreiten und dies ist keine Ausnahme".
  

Medien
Elektrosmog, Funktechnik und Mobiltechnologienutzung in den Medien

Elektrosmog

  • Harmlose Strahlungen (Die Weltwoche (Schweiz) Ausgabe 14/08)
    Wie gefährlich sind Mobilfunk-Strahlen? Die Medien warnen, die Öffentlichkeit ist besorgt. Die Wisssenschaft belegt seit Jahren, dass die Ängste unbegründet sind, aber die Paranoia lässt nicht nach. Warum eigentlich?
     
  • Mobilfunk: Niederlage in letzter Instanz (Merkur Online vom 01.04.08)
    Die Stadt Dachau ist im Mobilfunkstreit bis zur letzten Instanz gegangen. Und sie verlor. Das Dachauer Mobilfunk-Konzept ist damit gescheitert.

 

Mobiltechnologienutzung

 

Elektrosmog-Historie
Der Blick zurück: Was war vor fünf Jahren? - Planung für Elektrosmog-Portal an der RWTH Aachen

Im Frühjahr 2003 begann mit der Unterstützung des Bundesumweltministeriums die Planung des Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu), einer interdiziplinäre Einrichtung des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, zur Einrichtung eines EMF-Portals für Nicht-Fachleute.

Dieses EMF-Portal wurde schließlich im Juli 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt und eine detailliertere Beschreibung fand man in einem Beitrag des Newsletters 2/2005 der Forschungsgemeinschaft Funk. Seither wurden in dessen Literaturdatenbank gemäß des Jahresberichts 2007 der femu 11.230 Publikationen aufgenommen, die Nutzerzahlen liegen bei ca. 13.000 pro Monat mit 2 Mio. Seitenabrufen (Stand Dez. 2007).

 

 Zu den aktuellen Themen der Vorwochen (Wochen 12 & 13/2008)

 

Navigation zu
  dieser Seite:
        
Homepage Elektrosmoginfo
Aktuelle Themen
    Aktuelle Themen der Woche 14 ( 30. März - April 2008)
 
Zuletzt geändert: 06.04.08