Aktuelle Themen der Woche 6

5. - 11. Februar 2007

   

Forschung
Übersicht anstehender wissenschaftlicher Meilensteine

Die GSM-Association bietet auf ihrer Homepage nun eine Übersicht der in den nächsten Jahren anstehenden wichtigen Meilensteine der wissenschaftlichen Forschung zu gesundheitlichen Wirkungen des Mobilfunks an, wie etwa die entgültige Veröffentlichung der Interphone-Ergebnisse oder Bewertungen der WHO.

   

Information
Krebsinformationsdienst KID beantwortet Fragen zum Mobilfunk

Der Krebsinformationsdienst KID vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg fasst auf dieser Seite die Daten zusammen, die Anfang 2007 zum eventuellen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Krebs verfügbar sind und nennt weitere Informationsquellen.

  

Dienstleistung
EMF-Dienstleistungen aus dem nova-Institut ausgegliedert

Ab Februar 2007 wird die bisherige EMF-Abteilung des nova-Instituts, Hürth als eigenständiges Institut unter der Leitung von Herrn Dr. Peter Nießen weitergeführt. Das nova-Institut selbst wird zukünftig keine EMF-Dienstleistungen mehr anbieten.

Vom nova-Institut wurde bis Anfang 2006 auch der dem monatlichen erscheinenden Magazin "Strahlentelex" zugehörige "Elektrosmog-Report" herausgegeben. Danach wurde dessen Redaktion der Diplombiologin Isabel Wilke vom Katalyse-Institut übergeben. Die Ausgaben von 1995 bis 2000 des Elektrosmog-Reports kann man bei Datadiwan anschauen, Artikel von neueren Ausgaben im pdf-Format auch bei der Homepage des Strahlentelex selbst.

 

Medien
Radio- und Fernsehsendungen zum Thema "Mobilfunk und Gesundheit"

Im Zufe der medialen Verwertung der neuesten Interphone-Studie sind auch mehrere Radio- und Fernsehbeiträge mit Interviews entstanden:

  • Handy-Strahlung und Hirn-Tumore (Rundfunk Berlin-Brandenburg vom 05.02.07)
    In diesem Radiobeitrag kommt neben dem Berliner Biophysiker Prof. Glaser auch die Studienleiterin der neuen Interphonestudie, Anna Lahkola, zu Wort.
     
  • Mobilfunkstudie sorgt für Wirbel (Bayerischer Rundfunk vom 04.02.07)
    In diesem Interview des Wissenschaftsjournalisten Martin Schramm im Programm von B5 Aktuell wurde Prof. Dr. Adlkofer befragt.
    Textkopie bei den Omega-News, mp3-Tondatei bei der Bürgerwelle (560 KB)
     
  • Bärbel Schäfer fragt "Kann mobiles Telefonieren tödlich sein?" (inside-handy vom 05.02.07)
    In dieser Sendung von N24 waren Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin und Strahlenexpertin von Bündnis 90/Die Grünen sowie der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, und Dr. med. Hans-Christoph Scheiner, Umweltmediziner und Elektrosmog-Gegner zu Gast.
    Mitschnitt bei www.handyfunkpause.de (wmv, 3.6 MB)

In einer noch anstehenden Veranstaltung mit Fernsehübertragung befasst sich der Bayerische Rundfunk mit den Vorgängen im Oberammergau:

  

Medien
Elektrosmog, Funktechnik und Mobiltechnologienutzung in den Medien

Elektrosmog

  • Mobilfunk und Gesundheit (Schweizerische Ärztezeitung Nr. 6/2007)
    In diesem Artikel wird das breite Spektrum der Meinungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunktechnologie dargelegt und aus der Sicht einer Arbeitsgruppe der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz bewertet (pdf, 166 KB).
     
  • Textilien schützen vor Handystrahlen (Handelsblatt vom 08.02.07)
    Mal wieder: Ein Garnhersteller aus dem Allgäu entwickelte eine Faser, die nicht nur sicher, sondern auch tragbar erscheint.
     
  • Kleine Nachlese zur neuesten Interphone-Studie und der Verwirrung durch die Süddeutsche Zeitung
     
    • Krebsrisiko durch Handys nicht erhöht (Wiesbadener Tagblatt vom 10.02.07)
      Prof. Maria Blettner vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik an der Mainzer Uni bringt es auf den Punkt: "Es ist absolut peinlich - es wurde eine Zahl herausgegriffen, aber das Gesamtergebnis nicht beachtet".
       
    • Die Angst vor der Technik (Süddeutsche Zeitung vom 05.02.07)
      Ein Kommentar zu dem wilden Durcheinander öffentlicher Meinungen und medialer Darstellungen.
       
    • Irreführende Meldungen über eine Gefährdung durch Mobilfunk dürfen nicht zu Verharmlosung führen (Die Grünen vom 02.02.07)
      Mit dieser Pressemitteilung bringt Sylvia Kotting-Uhl, die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, bereits im Titel ihre Ansicht zu der ursprünglichen Darstellung der Süddeutschen Zeitung zum Ausdruck und warnt gleichermaßen davor, ins andere Extrem zu verfallen.

 

Funktechnik

 

Mobiltechnologienutzung

  • Handynetze ersetzen das Festnetz schneller als erwartet (inside-handy vom 09.02.07)
    Mit günstiger werdenden mobilen Mobilfunkdienste lösen sie zunehmend die Festnetz-Sprachdienste in ganz Westeuropa ab. Dies ist das Fazit eines neuen Berichts "Fixed-Mobile Substitution in Western Europe: causes and effects", der von Analysys, dem globalen Beratungsunternehmen für die Sektoren Telekommunikation, IT und Medien herausgegeben wurde.
     
  • Italienische Kinder bekommen erstes Handy mit fünf Jahren (Kleine Zeitung vom 09.02.07)
     
  • Zukunft des mobilen Internet in Japan und Korea bereits Realität (de.internet.com vom 08.02.07)
    Japan und Südkorea sind weltweit führend in mobilem Internet, Breitbandtechnologien und darauf aufbauenden Angeboten. Dies belegt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Capgemini. Über Flatrates und durch attraktive Endgeräte konnten sich in den Telekommunikationsmärkten beider Länder Dienste wie Spiele, Musik, TV und soziale Netzwerke sowohl auf dem Mobiltelefon als auch im Internet erfolgreich etablieren.
     
  • Google bringt schnelles Mail-Postfach aufs Handy (Die Welt vom 07.02.07)
    Mit einer neuen Anwendung für Mobiltelefone will der Suchmaschinenanbieter Google seinen Kunden künftig einen komfortableren und schnelleren Zugriff auf E-Mails von unterwegs ermöglichen.
     
  • Handyfirmen wollen Kinder besser schützen (N24.de vom 05.02.07)
    Die führenden Handy-Firmen in Europa wollen mehr für den Jugendschutz tun. Ingesamt 15 Mobilfunk-Anbieter wollen dazu in Brüssel einen entsprechenden Verhaltenskodex unterschreiben, darunter auch die Deutsche Telekom, Vodafone und O2.
     
  • Medienexpertin fordert Handy-Unterricht (Netzzeitung vom 04.02.07)
     
  • Wie Jugendliche ihr Handy nutzen (Teltarif vom 03.02.07)
 

Elektrosmog-Historie
Der Blick zurück: Was war vor fünf Jahren? - Niederländischer Gesundheitsrat veröffentlicht Bericht zu Mobiltelefonen

Nach den ersten beiden Berichten zu biologischen und eventuellen gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder aus den Jahren 2000 und 2001 analysierte auch für diesen Bericht von Ende Januar 2002 ein vom Niederländischen Gesundheitsrat eingesetztes wissenschaftliches Kommittee die existierende wissenschaftliche Literatur. Es unterschied dabei deutlich zwischen den Beschreibungen biologischer Effekte und jenen von gesundheitlichen Wirkungen. Der Bericht nimmt Stellung zu den einzelnen zu untersuchenden Bereichen, wie etwa Gehirnfunktionen oder Krebsentstehung und beschreibt auch seine Haltung zu Vorsorgewerten oder die Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder.
Insgesamt kam es zu dem Schluß, daß derzeit zwar keinerlei Gesundheitsgefährdungen zu erkennen sind, aber daß verschiedene Effekte noch einer weiteren Erforschung bedürfen.

Zusätzlich zu in den Jahren 2003 und 2005 erschienenen Nachfolgeberichten gab der Gesundheitsrat in den Jahren 2003 und 2006 Forschungsempfehlungen heraus, eine Übersicht zu all diesen Veröffentlichungen finden sich auf dieser Seite: Berichte des Niederländischen Gesundheitsrats (2000 - 2006).
Im August 2006 wurde schließlich ein mit insgesamt 16,6 Mio Euro ausgestattetes, eigenes Forschungsprogramm aufgelegt, das in den nächsten 8 Jahren ähnlich dem Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm verschiedene Bereiche der Forschung um gesundheitliche Aspekte elektromagnetischer Felder abdecken soll.

 

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Zuletzt geändert: 11.02.07