Auf dieser Seite der Rubrik Wirkungen elektromagnetischer
Felder werden in vierteljährlichen Blöcken neue Forschungsergebnisse zu biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder, insbesondere des Mobilfunks
vorgestellt. Damit soll alleine eine Übersicht geschaffen werden, daher
werden sie hier weder detailliert beschrieben noch bewertet, sondern mit Verweisen
zu weiterführenden Quellen versehen.
Die Auflistung der Studien erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine komplettere Übersicht neuerer Studien und Studien in-vitro ist stets aktualisiert im EMF-Portal zu finden. Bitte beachten Sie, dass
auch die als Verweise angegebenen "Abstracts" die Ergebnisse der Studien
immer nur sehr vereinfacht zusammenfassen und deren Einschränkungen etc.
nur sehr begrenzt wiedergeben.
Kein erhöhtes Risiko von Hodenkrebs durch Handynutzung
L. Hardell, M. Carlberg, C.-G. Ohlson, H. Westberg, M. Eriksson and K. Hansson Mild: Use of cellular and cordless telephones and risk of testicular cancer, International Journal of Andrology, Online Early
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Zusammenfassung bei ELMAR
Dänische Studie findet kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handynutzung
Auch in der Fortsetzung einer landesweiten Kohortenstudie aus dem Jahr 2001 fanden dänische Forscher bei 420.095 Handynutzern keinen Hinweis auf ein erhöhtes Krebsrisiko.
Joachim Schüz , Rune Jacobsen , Jørgen H. Olsen , John D. Boice Jr , Joseph K. McLaughlin , Christoffer Johansen: Cellular Telephone Use and Cancer Risk: Update of a Nationwide Danish Cohort, Journal of the National Cancer Institute, Vol. 98, No. 23, 1707-1713, December 6, 2006
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Zusammenfassung bei ELMAR
Stellungnahme des Bundesamts für Strahlenschutz
Studie findet keinen Zusammenhang zwischen Mobiltelefonie und Krebs (Heise Newsticker vom 07.12.06)
Dieser Beitrag fasst die Studienergebnisse kompakt zusammen und erläutert dabei auch einige ihrer Schwächen.
Mobiltelefone und Non-Hodgkin-Lymphome
Linet MS, Taggart T, Severson RK, Cerhan JR, Cozen W, Hartge P, Colt J: Cellular telephones and non-Hodgkin lymphoma, Int J Cancer 2006; 119 (10): 2382 - 2388
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Untersuchung zum Zusammenhang von Akustikusneurinomen und medizinischer Vorgeschichte
Im Rahmen des Interphone-Programms untersuchten skandinavische Wissenschaftler den Zusammenhang des Auftretens von Akustikusneurinomen mit der medizinischen Vorgeschichte der Betroffenen. Dabei wurde festgestellt, dass bei Frauen eine frühere Schwangerschaft das Risiko eines Akustikusneurinoms erhöht, ebenso Epilepsie, wogegen Raucher ein geringeres Riskio aufweisen.
Schoemaker et al: Medical history, cigarette smoking and risk of acoustic neuroma: An international case-control study, Int J Cancer. 2007 Jan 1;120(1):103-110.
Abstract
Neue gepoolte Analyse von Hardell et al zu verschiedenen Tumorarten
Der schwedische Krebsforscher Prof. Lennard Hardell hat ein weiteres Mal die Ergebnisse seiner bisherigen Studien zusammengefasst und bewertet.
Tumour risk associated with use of cellular telephones or cordless desktop telephones (Abstract)
Hardell L, Hansson Mild K, Carlberg M, Soderqvist F., World J Surg Oncol. 2006 Oct 11;4(1):74 [Epub ahead of print
Handynutzung erzeugt keinen relevanten Stimulus für das Hör- sowie Gleichgewichtssystem
Sievert U, Eggert S, Goltz S, Pau HW.: Wirkung elektromagnetischer Felder des GSM-Mobilfunksystems auf auditives und vestibuläres Labyrinth und Hirnstamm, Laryngorhinootologie. 2006 Dec 12; [Epub ahead of print]
Abstract
Zusammenfassung bei ELMAR
Mobiltelefon-Exposition scheint keinen schädlichen Einfluss auf die menschliche Haut zu haben
Sanchez S, Milochau A, Ruffie G, Poulletier de Gannes F, Lagroye I, Haro E, Surleve-Bazeille JE, Billaudel B, Lassegues M, Veyret B.: Human skin cell stress response to GSM-900 mobile phone signals, FEBS J. 2006 Nov 9; [Epub ahead of print]
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Neue Untersuchung zum Thema Spermienschädigung durch Handynutzung
Die Ergebnisse einer Präsentation auf der Jahrestreffen der "American Society for Reproductive Medicine" in New Orleans machte aufgrund der für die Medien interessanten Verquickung von Handynutzung und Handynutzung schnell die Runde um den Globus: Der am "Reproductive Research Center" der Cleveland Clinic tätige Androloge Ashok Agarwal hatte bei einer Untersuchung von 361 indischen Männern festgestellt, dass die Zahl, Qualität und Beweglichkeit der Spermien im Ejakulat mit zunehmender Handybenutzung abnimmt.
- Neue Untersuchung über starke Handynutzung und Unfruchtbarkeit bei Männern (Heise Newsticker vom 24.10.06)
- Zweifelhafte Studie zu Spermienschäden durch Handys (Spiegel online vom 24.10.06)
- Von Handys, Spermien und Studien (inside-it.ch vom 25.10.06)
- Effect of cell phone usage on semen analysis in men attending infertility clinic: an observational study
Das ist der Abstract zu der erwähnten Studie, verlinkt von der Pressemitteilung zu dem Jahrestreffen der "American Society for Reproductive Medicine" (pdf, 191 kB)
Mobiltelefonexposition verusacht keine metabolischen Veränderungen im Gehirn
Khiat A, Boulanger Y, Breton G: Monitoring the effects of mobile phone use on the brain by proton magnetic resonance spectroscopy, Int J Radiat Biol 2006; 82 (9): 681 - 685
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
30-minütige Mobiltelefonexposition hat keinen Einfluss auf die visuelle Reaktionszeit
Terao Y, Okano T, Furubayashi T, Ugawa Y.: Effects of thirty-minute mobile phone use on visuo-motor reaction time, Clin Neurophysiol. 2006 Sep 25; [Epub ahead of print]
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Siehe auch: Neues aus der Wissenschaft im FGF Newsletter 4/2006 (pdf, 53 kB)
Keine Beeinflussung der Herzratenvariabilität durch Mobiltelefonnutzung
Parazzini M, Ravazzani P, Tognola G, Thuroczy G, Molnar FB, Sacchettini A, Ardesi G, Mainardi LT.: Electromagnetic fields produced by GSM cellular phones and heart rate variability, Bioelectromagnetics. 2006 Sep 26; [Epub ahead of print]
Abstract
Zusamenfassung im EMF-Portal
Mobiltelefonexposition zeigt bei Ratten keinen Einfluss auf die Hodenfunktion
Ribeiro EP, Rhoden EL, Horn MM, Rhoden C, Lima LP, Toniolo L.: Effects of subchronic exposure to radio frequency from a conventional cellular telephone on testicular function in adult rats., J Urol. 2007 Jan;177(1):395-9.
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Akute und zwölfwöchige Mobiltelefonexposition hat keinen Einfluss auf die Haut unbehaarter Ratten
Masuda H, Sanchez S, Dulou PE, Haro E, Anane R, Billaudel B, Leveque P, Veyret B: Effect of GSM-900 and -1800 signals on the skin of hairless rats. I: 2-hour acute exposures, Int J Radiat Biol 2006; 82 (9): 669 - 674
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
Sowie:
Sanchez S, Masuda H, Billaudel B, Haro E, Anane R, Leveque P, Ruffie G, Lagroye I, Veyret B: Effect of GSM-900 and -1800 signals on the skin of hairless rats. II: 12-week chronic exposures, Int J Radiat Biol 2006; 82 (9): 675 - 680
Abstract
Zusammenfassung im EMF-Portal
SAR-Werte bis zu 4 W/kg zeigen bei Mäusen keinen signifikanten Einfluss auf die Karzinogenizität
Thomas Tillmann, Heinrich Ernst, Sven Ebert, Niels Kuster, Wolfgang Behnke, Susanne Rittinghausen, Clemens Dasenbrock: Carcinogenicity study of GSM and DCS wireless communication signals in B6C3F1 mice, Bioelectromagnetics, Early View, Published Online: 3 Oct 2006
Abstract
Beschreibung im EMF-Portal
Mobiltelefonexposition hat Einfluss auf den Zelltod bei Fliegeneiern
Panagopoulos DJ, Chavdoula ED, Nezis IP, Margaritis LH.: Cell death induced by GSM 900-MHz and DCS 1800-MHz mobile telephony radiation, Mutat Res. 2007 Jan 10;626(1-2):69-78. Epub 2006 Oct 11.
Abstract
Beschreibung im EMF-Portal
Keine Genschädigungen oder vermehrte Hitzeschockproteine durch Exposition unterhalb der Teilkörpergrenzwerte
Lixia S, Yao K, Kaijun W, Deqiang L, Huajun H, Xiangwei G, Baohong W, Wei Z, Jianling L, Wei W.: Effects of 1.8GHz radiofrequency field on DNA damage and expression of heat shock protein 70 in human lens epithelial cells, Mutat Res. 2006 Sep 29; [Epub ahead of print]
Abstract
Beschreibung im EMF-Portal
Dosimetrieprojekt zu digitalen Rundfunk- und Fernsehsendern
Die von der IMST GmbH (Kamp-Lintfort) für das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm durchgeführte Studie "Bestimmung der Exposition der Bevölkerung in der Umgebung von digitalen Rundfunk und Fernsehsendern" ist abgeschlossen. Das Fazit daraus lautet:
"Es hat sich herausgestellt, dass durch die Einführung von DVB-T keine generelle Verminderung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder zu erwarten ist. Entsprechende Aussagen von Herstellern und Betreibern haben sich in den beiden untersuchten Regionen Nord- und Südbayern nicht bestätigt. In Ballungsgebieten bzw. in den Gebieten, in denen eine "portable indoor" Versorgung angestrebt wird, ist eher mit einer Erhöhung der Exposition zu rechnen. Der Codierungsgewinn von DVB-T wird offensichtlich durch die Erhöhung des Programmangebots und dem Bestreben, eine "Inhouse"-Versorgung zu gewährleisten, mehr als aufgezehrt."
Mehr Information und zum Download des Abschlussberichts
Ungenaue Expositionserfassung erschwert die Erkennung kleiner Risiken
Schuz J, Johansen C. A comparison of self-reported cellular telephone use with subscriber data: Agreement between the two methods and implications for risk estimation. Bioelectromagnetics. 2006 Oct 3; [Epub ahead of print].
Abstract
Hauttemperaturerhöhung während Handynutzung kommt mehr durch Erwärmung des Gerätes als durch die Hochfrequenzenergie
V. Anderson, J. Rowley: Measurements of skin surface temperature during mobile phone use, Bioelectromagnetics, Early View, Published Online 1 Nov 2006
Abstract
"Heiße" Ohren beim Telefonieren Ein Beitrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu zwei früheren Studien dieses Themas
Grundlagenuntersuchung zum Reflexionsverhalten metallischer Implantate im menschlichen Kopf
Reyhani SM, Ludwig SA.: An implanted spherical head model exposed to electromagnetic fields at a mobile communication frequency, IEEE Trans Biomed Eng. 2006 Oct;53(10):2092-101.
Abstract
Untersuchungen zu Simulationen elektromagnetischer Felder im menschlichen Körper
Van den Berg et al:The use of MR B+1 imaging for validation of FDTD electromagnetic simulations of human anatomies, Physics in Medicine and Biology, 51(19):4735-4746, 7 October 2006.
Abstract
Realitätsnahe Betrachtung zeigt geringere Temperaturerhöhung in Augen als bei einfachen Modellen V M M Flyckt et al: Modelling the impact of blood flow on the temperature distribution in the human eye and the orbit: fixed heat transfer coefficients versus the Pennes bioheat model versus discrete blood vessels, 2006 Phys. Med. Biol. 51 5007-5021 doi:10.1088/0031-9155/51/19/018
Abstract
Neues aus der Wissenschaft im FGF Newsletter 4/2006 (pdf, 53 kB)
Verschiebt sich unser Blickpunkt zur EMFWirkung durch einen „Publication Bias“?
Rockwell, S., Kimler, B. E., and Moulder, J. E.: Publishing negative results: The problem of publication bias. Radiat. Res. 165 (2006) 623-625.Gibt es genotoxische Effekte durch Felder des Mobilfunks?
Speit G, Schutz P, Hoffmann H.: Genotoxic effects of exposure to radiofrequency electromagnetic fields (RF-EMF) in cultured mammalian cells are not independently reproducible, Mutat Res. 2006Wirken GSM-gepulste 935 MHz-Felder von 1 bzw. 2 W/kg (24 Stunden) allein oder kombiniert mit 1,0 Gy Gamma-Strahlung genotoxisch auf menschliche Lymphozyten?
Stronati L, Testa A, Moquet J, Edwards A, Cordelli E, Villani P, Marino C, Fresegna AM, Appolloni M, Lloyd: 935 MHz cellular phone radiation. An in vitro study of genotoxicity in human lymphocytes, Int J Radiat Biol 2006; 82 (5): 339 - 346Kein Einfluss gepulster Mobilfunkfelder auf Genexpression
Chauhan, V., Mariampillai, A., Bellier, P. V., Qutob, S. S., Gajda, G. B., Lemay, E., Thansandote, A., and McNamee, J. P.: Gene expression analysis of a human lymphoblastoma cell line exposed in vitro to an intermittent 1.9 GHz pulse-modulated radiofrequency field. Radiat. Res. 165 (2006) 424-429.
Chauhan, V., Mariampillai, A., Gajda, G. B., Thansandote, A., and Mcnamee, J. P.: Analysis of proto- oncogene and heat-shock protein gene expression in human derived cell-lines exposed in vitro to an intermittent 1.9 GHz pulse-modulated radiofrequency field. Int. J. Radiat. Biol. 82 (2006) 347- 354.
Qutob, S. S., Chauhan, V., Bellier, P. V., Yauk, C.L., Douglas, G. R., Berndt, L., Williams, A., Gajda, G. B., Lemay, E., Thansandote, A., and McNamee, J. P.: Microarray gene expression profiling of a human glioblastoma cell line exposed in vitro to a 1.9 GHz pulse-modulated radiofrequency field. Radiat. Res. 165 (2006) 636-644.Zum Einfluss von HF-Feldern auf Nervenzellen: Kein Einfluss von 900 MHz (1 W/kg, 24, 48, 72 Stunden) auf Kultur von Nervenzellen
Merola P, Marino C, Lovisolo GA, Pinto R, Laconi C, Negroni A: Proliferation and apoptosis in a neuroblastoma cell line exposed to 900 MHz modulated radiofrequency field, Bioelectromagnetics 2006; 27 (3): 164 - 171
Joubert V, Leveque P, Rametti A, Collin A, Bourthoumieu S, Yardin C: Microwave exposure of neuronal cells in vitro: Study of apoptosis, Int J Radiat Biol 2006; 82 (4): 267 - 275Wirken HF-Felder auf Synapsen?
Xu, S. J., Ning, W., Xu, Z. P., Zhou, S. Y., Chiang, H., and Luo, J. H.: Chronic exposure to GSM 1800- MHz microwaves reduces excitatory synaptic activity in cultured hippocampal neurons. Neuroscience Letters 398 (2006) 253-257.Doppelblind-Versuch zeigt keinen Einfluss von GSM-Feldern auf das Immunsystem des Menschen
Tuschl H, Novak W, Molla-Djafari H: In vitro effects of GSM modulated radiofrequency fields on human immune cells, Bioelectromagnetics 2006; 27 (3): 188 - 196Feldeinfluss auf das Immunsystem alter Menschen?
Capri M, Salvioli S, Altilia S, Sevini F, Remondini D, Mesirca P, Bersani F, Monti D, Franceschi C: Age-dependent effects of in vitro radiofrequency exposure (mobile phone) on CD95+ T helper human lymphocytes, Ann N Y Acad Sci 2006; 1067 : 493 - 499Kein Einfluss auf das Immunsystem von langzeitbefeldeten Mäusen
Nasta F, Prisco MG, Pinto R, Lovisolo GA, Marino C, Pioli C: Effects of GSM-modulated radiofrequency electromagnetic fields on B-cell peripheral differentiation and antibody production, Radiat Res 2006; 165 (6): 664 - 670Keine Wirkung des Handys auf kognitive Funktionen
Russo R, Fox E, Cinel C, Boldini A, Defeyter MA, Mirshekar-Syahkal D, Mehta A: Does acute exposure to mobile phones affect human attention?, Bioelectromagnetics 2006; 27 (3): 215 - 220Erste Untersuchungen zu Einfluss von Mobilfunkfeldern auf das EEG von Kindern
Krause, C. M., Bjornberg, C. H., Pesonen, M., Hulten, A., Liesivuori, T., Koivisto, M., Revonsuo, A., Laine, M., and Hamalainen, H.: Mobile phone effects on children’s event-related oscillatory EEG during an auditory memory task. Int. J. Radiat. Biol. 82 (2006) 443-450.Kein Einfluss auf die Reaktionszeit
Terao, Y, Okano, T, Furubayashi, T, and Ugawa Y.: Effects of thirty-minute mobile phone use on visuomotor reaction time. Clin Neurophysiol. 117 (2006) 2504–2511.Einfluss auf evozierte Potentiale nach Magnet-Puls-Stimulation (MPS)
Ferreri, F., Curcio, G., Pasqualetti, P., De Gennaro, L., Tech, R. F., and Rossini, P. M.: Mobile phone emissions and human brain excitability. Ann. Neurol. 60 (2006) 188-196.
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