Aktuelle Themen der Woche 21

23. - 29. Mai 2005

   

Forschung
Pilotphase der Schlafstudie des Bundesamts für Strahlenschutz beginnt

Nach der erfolgreich durchgeführten Machbarkeitsstudie in Flachsmeer hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Auftrag einer Pilotphase der sogenannten Schlafstudie an Forscher der Berliner Charité vergeben. Im Rahmen dieser Pilotstudie sollen mit den Netzbetreibern und der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) die Einzelheiten für eine Zusammenarbeit geklärt werden.

Bei der Machbarkeitsstudie in Flachsmeer haben in den Jahren 2002 und 2003 mehr als 100 Personen "probegeschlafen" und die Machbarkeit einer solchen Studie unter Beweis gestellt. Für die Studie als solche müssen von den Mobilfunkbetreibern Anlagen phasenweise abgeschaltet werden, was dort auf nicht sehr grosse Gegenliebe stösst und damit ihre Durchführbarkeit vorübergehend zweifelhaft erscheinen liess. Im September 2004 gab es dazu eine rege Medienaktivität, bei der sich entsprechende Forderungen z. B. des BUND mit positiven Absichtserklärungen abwechselten.

 

Forschung
Neues aus der Forschung

In der aktuellen Infoline der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) werden neben anderen Themen Kurzbeschreibungen und Links zu folgenden neuen Untersuchungen vorgestellt:

  • Impact of radio frequency electromagnetic radiation on DNA integrity in the male germline
  • How to combine the use of different mobile and cordless telephones in epidemiological studies on brain tumours?
  • Interaction of mobile phones with superficial passive metallic implants
  • Hat zu häufiger Gebrauch von Mobiltelefonen einen frühen Alterungsprozess zur Folge?
     
  • Zur FGF-Infoline
 

Forschung
Jahresbericht 2004 der Forschungsstiftung Mobilkommunikation erschienen

Die Forschungsstiftung Mobilkommunikation informiert in ihrem Jahresbericht 2004 übersichtlich über ihre vergangenen Aktivitäten und stellt alle im Jahr 2004 abgeschlossenen sowie die neuen bzw. laufenden Projekte vor

 

Gesellschaft
Stellungnahme der Landesärztekammer Baden-Württemberg zu "Mobilfunk und Gesundheit"

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg nimmt in einer Pressemitteilung Stellung zu eventuellen gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks und fordert unter anderem eine zentrale Koordinationsstelle zur Sammlung von Meldungen und Beobachtungen über mögliche Nebenwirkungen im Handygebrauch oder durch Mobilfunkantennen.

 

Medien
Neue "Elektrosmog"-Artikel in der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft

In der aktuellen Ausgabe 2/2005 der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft, dem Mitteilungsorgan unter anderem der IGUMED finden sich folgende Artikel zu elektromagnetischen Feldern:

  • Pathologische Wirkungsmechanismen der Schädigung durch Hochfrequenzsender - ein plausibles Modell (U. WARNKE)
  • Gesundheitsschädliche Strahlen von Computer- und Fernsehbildschirmen: Schutz und Prävention mit EMF Bioshield (R. FRENTZEL-BEYME)
  • Plädoyer für die Einrichtung eines elektromagnetischen Katasters im ländlichen Raum (B. NEUDECKER)
  • 1. Bamberger Mobilfunksymposium (Bamberg, 29.1.2005) (pdf)
  • Mobile Health and the Environment (London, 8./9.3.2005) (R. FRENTZEL-BEYME)
     
  • Zum Inhaltsverzeichnis (teilweise mit Downloads)

Veranstaltung
Programm zum Workshop "Anwendbarkeit von Proteomics und Transcriptomics in der EMF-Forschung"

Zu dem vom 30.10. bis 01.11.05 in Helsinki stattfindenden internationalen Workshop "Application of Proteomics and Transcriptomics in EMF Research" ist jetzt das vorläufige Programm erschienen. Bei diesem Workshop soll die Anwendbarkeit dieser relativ neuen Hoch-Durchsatz-Untersuchungsmethoden für die Forschung zu biologischen Effekten nieder- und hochfrequenter elektromagnetischer Felder diskutiert werden.

 

Mobilfunkbetreiber
Infonewsletter-"dialog" Nr. 11 des IZMF für Kommunen erschienen

Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) hat die zehnte Ausgabe seines Newsletters für Kommunen herausgegeben. Diesmaliges Topthema ist ein Artikel zum dritten Jahresgutachten zur Selbstverpflichtung.

 

Europäische Kommission
EU fordert: Digitales Radio und Fernsehen bis 2010

Die Europäische Kommission hat die Mitgliedstaaten dringend aufgefordert, den Übergang vom analogen zum digitalen Rundfunk zu beschleunigen. Der digitale Rundfunk bietet bessere Bild- und Tonqualität, besseren Empfang mit tragbaren und mobilen Geräten, mehr Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie bessere Informationsdienste. Da der digitale Rundfunk das Frequenzspektrum effizienter nutzt, würde dadurch auch Frequenzkapazität für andere Nutzungen frei.

Mehr Information zum digitalen Fernsehen (DVB) findet man in einem Beitrag aus dem Newsletter 4/2004 der Forschungsgemeinschaft Funk und zum digitalen Rundfunk (DAB) in einem Beitrag aus dem Newsletter 3/2004. Aspekte der elektromagnetischen Exposition durch diese neuen Techniken werden in einem Projekt des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms untersucht, erste Ergebnisse daraus wurden auf dem Dosimetrie-Kolloquium des BfS im Januar 2005 vorgestellt.

  

Medien
Elektrosmog, Funktechnik und Handys in den Medien

  Gesundheitsbelastungen durch Funktechniken ( Heise Special vom 25.05.05)
Ein kritischer Blick auf die elektromagnetischen Immissionen durch immer mehr neue Funktechniken.

  DVB-T: Digitalfernsehen noch mit Tücken ( VDI-Nachrichten vom 27.05.05)
Pixel bei schnellen Bildwechseln, schwache Dekoder und mangelhaft gepflegte Programmführer nerven manchen Zuschauer.

  Im Ausland mit EDGE schneller ins Netz ( Teltarif vom 29.05.05)
Während in Deutschland alle vier Mobilfunk-Netzbetreiber beim schnellen mobilen Datentransfer bislang ausschließlich auf Netze der dritten Generation beziehungsweise den Netzstandard UMTS setzen, finden Handynutzer im Ausland auch andere Netzstandards vor. Stark im Kommen ist dabei EDGE, eine kostengünstige Erweiterung des bestehenden GSM/GPRS-Netzes, die mit relativ geringen Investitionskosten realisiert werden kann und keine neuen und teuren Frequenzbänder kostet.
  Push-To-Talk in den Startlöchern ( Heise Mobil vom 28.05.05)
  Bis zu 30 Prozent weniger: erneuter Preisrutsch im Mobilfunk (Mummert Consulting vom 26.05.05)
Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netzwerk sorgen für Bewegung im Mobilfunkmarkt: Um bis zu 30 Prozent könnten dank der so genannten virtuellen Netzbetreiber die Tarife für die Mobiltelefonie sinken, so die Einschätzung der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting.
  Mobilfunk-Umsätze brechen ein ( Computerwelt.at vom 23.05.05)
Nach Jahren des Booms drohen den Mobilfunkanbietern in Europa und Japan gemäss Erhebungen der Investment-Bank Merrill Lynch die Umsätze einzuknicken.
  Schweiz: Störsender gegen illegale Gefangenen-Handys ( SwissInfo vom 23.05.05)
Pilotversuch in drei Schweizer Gefängnissen: Störsender sollen verhindern, dass Insassen aus der Zelle mit der Aussenwelt kommunizieren.
  Mobilfunk-Infrastruktur wird weiter ausgebaut ( Inside Handy vom 22.05.05)
Die Verkaufszahlen für Equipment zum Ausbau von Mobilfunk-Infrastruktur sind im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr laut einer Studie weltweit um 14 Prozent gestiegen.

 

 Zu den aktuellen Themen der Vorwoche (Woche 20/2005)

 

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    Aktuelle Themen der Woche 21 (23. - 29. Mai 2005)
 
Zuletzt geändert: 30.05.05