Aktuelle Themen der Woche 44 |
25. - 31. Oktober 2004 |
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Elektrosmog | Neues aus der internationalen Forschung, Politik und den Medien | ||
| Funktechnik | Neues aus der Funktechnik, hauptsächlich (aber nicht nur) zum Mobilfunk | |||
| Handy-Splitter | Weder Funktechnik noch "Elektrosmog", aber aus der mobilen Telekommunikationswelt |
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Elektrosmog |
Zwischenbericht des Mainzer EMF-Wachhunds jetzt erhältlich Nachdem die im Oktober 2003 eingerichtete Meldestelle für sich durch elektromagnetrische Felder beeinträchtigt fühlende Personen im September 2004 im Rahmen einer Pressemitteilung ihren ersten Bericht vorgestellt hatte, kann man diesen mittlerweile auch von ihrer Homepage herunterladen:
- Download des Zwischenberichts (pdf, 156 kB)
- Pressemitteilung vom 16.09.04
Abstracts zum FGF-Workshop "Erhöhen HF-Felder das Krebsrisiko?" im November erschienen Von der Homepage von COST281 kann man jetzt die Abstracts dieses Workshops herunterladen, der gemeinsam von der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF), COST281 und dem Baden-Württembergischen Umweltministerium am 15. - 17. November 2004 in der Nähe von Heidelberg veranstaltet wird.
Broschüre "Streitfall Mobilfunk - Ein Leitfaden für Initiativen" des BUND überarbeitet Diese Broschüre - ein Leitfaden für Initiativen - erschien im Juni 2004 anlässlich des 3. Rheinland- Pfälzisch-Hessischen Mobilfunksymposiums und ist nun umfassend überarbeitet und ergänzt worden.
"mobilfunk spots" Ausgabe Nr. 17 des Informationszentrums Mobilfunk erschienen Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) hat die Oktober-Ausgabe seines monatlichen Newsletters mit Neuigkeiten, Hintergrundinformationen und weiterführende Links rund um die mobile Kommunikation vorgestellt.
Neues aus der Forschung
Brtitische Studie: Hochspannungsleitungen erhöhen das Risiko von Kinderleukämie In Großbritannien sorgt derzeit eine bereits seit 18 Monaten der Regierung vorliegende, aber erst für November zur Publizierung vorgesehene Studie der Universität Oxford für Aufregung. In deren Rahmen überprüfte ein Expertenteam um Dr. Gerald Draper die Lebensumstände von 70.000 Kindern unter 15 Jahren, von denen die Hälfte an Krebs erkrankt waren. Dabei fanden sie heraus, dass bei Kindern, die näher als 100 Meter zu Hochspannungsleitungen lebten, das Leukämierisiko 1,7-fach höher war als bei weiter entfernt lebenden.
Über diese Studie wurde bereits im September von den Medical News berichtet, eine Zusammenfassung davon konnte man in der FGF-Infoline vom 23.09.04 nachlesen.
In Großbritannien erkranken jährlich etwa 500 Kinder an Leukämie, davon schätzt man bei 20 - 30 Fällen elektromagnetische Felder als Ursache.
- "Elektrosmog" auf der Konferenz zu Kinderleukämie in London (Aktuelle Themen vom 26.09.04)
- Elektromagnetische Felder und Leukämie
Nachlese zu Tagungen und Kongressen
Internationales WHO Seminar: „Hypersensitivität gegenüber Elektromagnetischen Feldern“ (Prag) Zu diesem vom 25. - 27. Oktober stattfindenden Workshop trafen sich in Prag etwa 150 Teilnehmer, um sich über die Forschung zum Phänomen der Elektrosensibilität auszutauschen.
Der erste Tag begann mit Diskussionen, wie Elektrosensibilität überhaupt zu definieren sei und wie sie in Erscheinung tritt, danach und am zweiten Tag schlossen sich Präsentationen zu bereits vorhandenen und neuen Studien an. Dabei berichtete u. a. der schwedische Forscher Johannson über noch unveröffentlichte Erkenntnisse über bei Elektrosensiblen gefundenen Hautveränderungen und der britische Kollege Cox untersuchte die Hypothese, ob ein sendendes Mobiltelefon über die Haarzellen im Labyrinth des Gehörganges Kopfschmerzen etc. erzeugen könnte, dabei fand er allerdings kein überzeugendes Ergebnis. Den Abschluss bildeten Diskussionen über eine eventuelle Therapie der Elektrosensibilität sowie die Eckpunkte künftiger Forschung.
Die Ergebnisse dieses Workshops werden in die Arbeit des EMF-Projekts des Weltgesundheitsorganisation einfliessen und auf deren Website auch bald präsentiert werden.
- Webseite zum Workshop auf der Homepage der WHO
- Eindrücke von der Tagung (von zwei Angehörigen des NIRMED-Komitees)
Bereits im Vorfeld dieses Workshops veröffentlichte die Swedish Association for the ElectroSensitive (FEB) die englischsprachige Übersetzung einer umfangreichen Zusammenfassung von Erfahrungsberichten von Elektrosensiblen, die sie auf dem Workshop der WHO präsentieren wollte.
Tagung "Umweltbelastung Elektrosmog" des BUND (Naumburg) In diesem vom BUND Sachsen-Anhalt am 23. Oktober in Naumburg an der Saale veranstalteten Symposium zum Thema Mobilfunk und Elektrosmog standen medizinische, juristische und technologische Aspekte im Mittelpunkt, dabei waren bevorzugt kritische Referenten und "Betroffene" geladen worden.
Eine kleine Zusammenfassung dieses sich eher um Sendemasten handelnden Treffens konnte unter dem etwas irreführenden Titel "Strahlung von Handys bereitet großes Kopfzerbrechen" im Naumburger Tagblatt vom 24.10.04 nachgelesen werden.Das Informationszentrum gegen Mobilfunk (IZGMF) fasst ebenfalls auf seiner Homepage die Eindrücke dieses Treffens in einigen Sätzen zusammen.
TCO-Seminar zu Mobiltelefonen Die schwedische Firma TCO Development hat am 8. Oktober ein Seminar zu Mobiltelefonen veranstaltet, in dem verschiedene Sprecher über die gegenwärtige Forschung, Methoden zur Bewertung der von Mobiltelefonen ausgehenden Emissionen und Informationen für Käufer und Anwender referierten.
- Download des Berichts (pdf, 61 kB)
TCO Development hat es sich zum Geschäftsinhalt gemacht, international existierende Normen und Vorschriften für verschiedene elektronische Produkte durch eigene, stets etwas schärfer definierte Normen zu ergänzen. Die Gerätehersteller können dann gegen eine Gebühr ihre Produkte nach diesen TCO-Normen testen lassen und bekommen dafür das "TCO-Label" zuerkannt. Hierdurch soll ein "umweltbewussterer" oder "gesundheitsschützenderer" Anspruch als Wettbewerbsvorteil bzw. Kaufanreiz dargestellt werden.
Seit Ende 2001 gibt es das TCO '01 Label for Mobile Phones, das im wesentlichen neben einer Bestimmung der tatsächlich abgestrahlten Leistung einen maximalen SAR-Wert von 0,8 W/kg zulässt. Nach der bisherigen Zurückhaltung der Hersteller im Erwerb dieses Labels hat TCO dann im Mai 2004 eine selbst initiierte Messreihe an Handys durchgeführt und unter Beachtung der Medien veröffentlicht.
Weitere Wochen-News
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Infoline der Forschungsgemeinschaft Funk
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Funktechnik |
Das Schweizer Auslandradio verstummt Während der Blütezeit des Kurzwellenradios zur Zeit des Kalten Krieges gab es auf schweizerischem Boden fünf Kurzwellenstationen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nahm die Bedeutung des Radios kontinuierlich ab, nun wird nach Schwarzenburg und Lenk im Jahr 1998 auch der Sender in Sottens eingestellt.
In dem Beitrag der NZZ werden auch "Umweltaktivisten" erwähnt, welche eine "tatsächliche oder vermeintliche - Gefährdung durch die Strahlung nicht hinnehmen wollten". Diese vermelden die Stilllegung solcher Sender dann gerne auch als Resultat ihrer eigenen Bemühungen, so besonders in Schwarzenburg, aber auch in Deutschland beim US-Sender in Holzkirchen.
Blick ins Forschungslabor: Mobilfunk-Projekte an der TU Dresden, Uni Nürnberg-Erlangen und Uni Frankfurt Die VDI nachrichten, eine Info-Plattform für Ingenieure, wagen in den nächsten Monaten Blicke in die Forschungslabore von verschiedenen deutschen Universitäten, welche an der Weiterentwicklung von Funknetzen arbeiten.
Mit Aspekten der Immissionsminimierung künftiger Funksysteme befasste sich in den Jahren 2002/2003 das Projekt MiniWatt, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde und an dem sich insgesamt acht Universitäten, sieben Unternehmen und ein Fraunhofer-Institut beteiligt hatten.
Wireless Congress zur electronica 2004 Wie wird das Handy in Zukunft mit Strom versorgt? In welchen Anwendungen dominieren bald Bluetooth und ZigBee? Wie schützt man WLANs? Fundierte Einblicke in aktuelle sowie künftige Wireless-Designs und deren Applikationen, in Dienste, Sicherheitsaspekte, Standards und Marktchancen gibt der "Wireless Congress 2004 – Systems & Applications" am 10. und 11. November im International Congress Center München.
Mit insgesamt 48 Fachvorträgen, drei Key Notes und einer Podiumsdiskussion rundet der Fachkongress das Ausstellungs- und Informationsangebot der electronica 2004 (9. bis 12. November, Neue Messe München) mit deren neuem Anwenderforum "Wireless Communications" ab.
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Handy-Splitter |
WiMax wird sich in Städten nicht durchsetzen ( silicon.de vom 29.10.04)
Studie: In städtischen Ballungsräumen gibt es schon DSLSpieledownloads für Handys als stark wachsender Markt ( Inside Handy vom 29.10.04)
Der Markt für Spieledownloads für Handys verspricht weltweit bis Ende dieses Jahres eine Milliardenindustrie zu werden.GSM-Mobilfunknetze sollen deutlich länger funken ( Onlinekosten.de vom 28.10.04)
Eigentlich sollte der bisherige Mobilfunk-Standard namens GSM nach und nach durch UMTS abgelöst werden. Jetzt sollen die etablierten GSM-Netze aber doch deutlich länger in Betrieb bleiben als ursprünglich geplant war.Studie: Mobilfunker planen völlig am Kunden vorbei (
Call Magazin vom 27.10.04)
In einer europaweit angelegten Studie zeigte sich nicht zum ersten Mal, dass fast die Hälfte der Mobiltelefonierer für niedrige Gebühren auf Extras verzichten würden. Was zählt, sind Transparenz und günstige Gebühren.Japan: Handy-Filter ermöglicht Nacktaufnahmen ( Rheinische Post vom 27.10.04)
Eine pikante Nebenwirkung hat sich bei Infrarotlinsen ergeben, die exklusiv für Vodafone-Handys in Japan erhältlich sind: Menschen werden auf Bildern, die mit diesen Fotohandys gemacht werden, nahezu nackt dargestellt.Handy-Boom steht vor abruptem Ende ( Financial Times Deutschland vom 27.10.04)
Das Wachstum der Handyindustrie wird 2005 nach der Prognose mehrerer Experten stark einbrechen. Das dürfte den Konsolidierungsdruck verschärfen.Erfindermesse: Beim Radfahren Handy aufladen ( Westfälische Rundschau vom 26.10.04)
Trendy: Handy-Hörer im Retro-Look ( Xonio vom 26.10.04)
Keine Lust mehr auf's Handy-Telefonieren im Kleinformat? Dann wird’s Zeit für den neuesten Mobilfunk-Trend: Den Handy-Hörer im Retro-Look.2004: Das Jahr der explodierenden Handys ( Silicon.de vom 26.10.04)
Der Markt für mobile Erotikinhalte wächst ( Heise Newsticker vom 26.10.04
Marktforscher sehen ein großes Wachstumspotenzial für drahtlose pornografische Inhalte. Allerdings werde der Markt noch durch fehlenden Kinderschutz gebremst.Festnetz hat ungewisse Zukunft ( derStandard.at vom 23.10.04)
45 Millionen Menschen tätigen Anrufe ausschließlich über Handy
Zu den aktuellen Themen der Vorwoche (Woche 43)
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