Einführung
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Nun veröffentliche eine schwedische Forschergruppe eine umfangreiche Untersuchung, für welche sie den Umstand nutzte, dass die Mobilfunk-Basisstationen die Leistungsregelungen der versorgten Mobilgeräte steuern und diese Steuerdaten aufgezeichnet und ausgewertet werden können. Insgesamt wurden dafür im Verlauf einer Woche 250.000 Stunden Mobiltelefonate eines Netzbetreibers ausgewertet, die sich auf unterschiedliche Regionen verteilten, wie etwa das Stadt- und Vorstadtgebiet von Stockholm, sowie eine Kleinstadt und ländliches Gebiet.
Als Ergebnis wurde herausgefunden, dass von den insgesamt maximal 15 Leistungsstufen überwiegend die maximale und in kleinerem Mass die minimale Leistungsstufe eingestellt wurde:
Diese Grafik als Auszug aus der Studie zeigt die Verteilung der verschiedenen Leistungsstufen im 900 MHz-Band an einem Werktag. Links ist die schwächste Stufe, rechts die stärkste (dBm ist die Sendeleistung). Die grünen Balken zeigen den Anteil der Stufen für ländliches Gebiet, schwarz die für eine Kleinstadt, blau für eine Vorstadt und rot für großstädisches Gebiet.
Besonders auffällig ist dabei, dass die maximale Leistungsstufe besonders oft im ländlichen Raum eingesetzt werden musste, wogegen das bei der Kleinstadt am wenigsten der Fall war. Die Autoren bieten dafür die Erklärung an, dass auf dem Land der Abstand zu den Basisstationen in der Regel am größten ist. In Großstädten mit kleinen Abständen gibt es dagegen auch häufig Abschattungen durch Gebäude etc. sowie öftere Zellenwechsel, was sich in größeren Anteilen mit maximalen Sendeleistungen gegenüber Kleinstädten äussert.
Die Ergebnisse dieser Studie wurden bereits 2003 auf der 25. Jahrestagung der Bioelectromagnetics Society (BEMS) vorgestellt, in dem zugehörigen Abstract Book kann man darüber auf Seite 118 nachlesen.
Auch auf der diesjährigen Jahrestagung der BEMS gab es einen Beitrag zu diesem Thema, unter dem Titel "Factors affecting output power (and frequency exposure) of GSM mobile phones" berichteten amerikanische Forscher über ihre Bemühungen, verschiedene Einflüsse auf die Sendeleistungen von Mobiltelefonen zu untersuchen (Seiten 149-151 im Abstract Book).
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