"Herstellen eines Dialogs über die Risiken elektromagnetischer Felder"
Dieses bereits seit Oktober 2002 in englischer Sprache erhältliche Werk
wurde zwischenzeitlich in verschiedene Sprachen übersetzt und ist jetzt
auch in Deutsch verfügbar.
Zum Inhalt als Auszug aus dem Vorwort:
|
Dieses Handbuch ist als Orientierungshilfe für Entscheidungsträger gedacht, die mit einer Kombination aus öffentlicher Auseinandersetzung, wissenschaftlicher Ungewissheit und der Notwendigkeit konfrontiert sind, vorhandene Anlagen weiterzubetreiben und/oder neue Anlagen an geeigneten Standorten zu platzieren. Es soll den Entscheidungsprozess optimieren, indem es Missverständnisse aus dem Weg räumt und durch einen intensiveren Dialog Vertrauen schafft. Erfolgreich geführt hilft dieser Dialog mit dem Bürger, einen Entscheidungsprozess in Gang zu bringen, der offen, konsequent, fair und berechenbar ist. Außerdem kann er zur zügigen Genehmigung von Neuanlagen bei gleichzeitiger Gewährleistung der Gesundheit und der Sicherheit der Bevölkerung beitragen. Auch für viele andere öffentliche Funktionsträger, private Gruppen und Nichtregierungsorganisationen dürften diese Informationen hilfreich sein. Außerdem kann dieser Leitfaden der Bevölkerung Hilfestellung geben in der Interaktion mit den für den Bereich Umwelt und Gesundheit verantwortlichen staatlichen Stellen sowie mit Unternehmen, deren Anlagen möglicherweise Anlass zur Besorgnis geben. Alle, die mehr zu diesem Thema wissen möchten, finden am Ende der Broschüre sachdienliche Hinweise und Angaben zu weiterführenden Informationen. |
| Herstellen
eines Dialogs über die Risiken elektromagnetischer Felder Das ist das 82-seitige Handbuch, dank fehlender Grafiken nur 249 KG groß (statt etwa 2 MB in der fremdsprachigen Komplettversion). |
|
| WHO
handbook on "Establishing a Dialogue on Risks from Electromagnetic Fields" Von dieser Seite auf der Homepage der WHO können sämtliche Versionen dieses Handbuchs heruntergeladen werden. |
In mehreren Teilen befasst sich das Handbuch auch mit der Darstellung wissenschaftlicher
Themen sowie dem Umgang der Medien und Menschen damit. Dazu als Auszug zwei
Passagen, deren Nachricht man sich bei der heutigen "Elektrosmog-Diskussion"
immer wieder vor Augen halten sollte:
|
Alle Befunde vorlegen Die Bevölkerung stützt sich bei ihrer Meinungsbildung häufig auf die veröffentlichten Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen, die auf eine mögliche Assoziation mit einem Gesundheitseffekt hindeuten. Der Wissenschaftler muss darauf achten, dass er bei der Weitergabe wissenschaftlicher Informationen alle verfügbaren Befunde vorlegt, selbst wenn manche Untersuchungen zu entgegengesetzten Resultaten gelangen. Nur dann können Wissenschaftlicher als wirklich unabhängig betrachtet werden. Wissenschaftliche Argumente lassen sich jederzeit als Argumente gegen ein bestimmtes Untersuchungsergebnis einsetzen. ... Die Wissenschaft ist ein schlagkräftiges Instrument und hat sich ihre
Glaubwürdigkeit durch ihre Prognosefähigkeit verdient. In welchem Umfang
sie von Nutzen sein kann, hängt jedoch von der Qualität der Daten ab,
die ihrerseits mit der Qualität und Integrität der Wissenschaftler zusammenhängt.
Man sollte unbedingt die Sachkunde und die Integrität so genannter "Sachverständiger"
überprüfen, die außerordentlich überzeugend wirken und klingen mögen,
dabei aber unorthodoxe Ansichten vertreten - die nach Überzeugung der
Medien "im Interesse der Ausgewogenheit" unbedingt öffentlich bekannt
gemacht werden müssen. |
Originaltexte auf den Seiten 37 - 39 des Handbuchs
Verwandte Literatur:
|
|
Abschlussbericht
der Risikokommission des Aktionsprogramms "Umwelt und Gesundheit"
(APUG) Auf dieser Seite des Bundesamts für Strahlenschutz werden ausser dem o. g. Bericht auch weitere Information zu diesem im Juni 1999 gemeinsam vom Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegründeten Programm gegeben. |
|
|
Studie der TA-Akademie: Wie akzeptabel
ist der Mobilfunk? Die Akademie für Technikfolgenabschätzung hat im Rahmen eines grösseren Forschungsprojektes zur Wahrnehmung und Bewertung von Risiken durch die Bevölkerung eine Studie zur Akzeptanz des Mobilfunks durchgeführt und im Dezember 2002 veröffentlicht. |
|
|
Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt
(EMVU) in der öffentlichen Diskussion Das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) veröffentlichte diese umfangreiche Studie im Oktober 2002 als Beitrag zur Versachlichung der öffentlichen Debatte über "Elektrosmog". |
|
|||||||||||||
|