ICNIRP veröffentlicht Bericht zu möglichen gesundheitlichen Gefährdungen durch elektronische Sicherheitssysteme

Die International Commission on Non-Ionising Radiation Protection (ICNIRP) hat die Charakteristiken von elektronischen Sicherheitssystemen (z. B. Metalldetektoren oder Diebstahlsicherungen) und deren eventuelle gesundheitlichen Auswirkungen untersucht sowie zugehörige Empfehlungen abgegeben.

Solche Systeme arbeiten mit unterschiedlichen Frequenzen und nutzen teilweise auch gepulste Verfahren. Die ICNIRP weist in dem Bericht darauf hin, dass verschiedene Untersuchungen die Möglichkeit verschiedener gesundheitlicher Wirkungen zwar möglich erscheinen lassen, diese jedoch noch nicht wissenschaftlich gesichert sind. Ebenso wird erwähnt, dass einige Fälle bekannt sind, bei denen elektronische Körperhilfsmittel (z. B. Herzschrittmacher) durch solche Systeme in ihrer Funktion beeinträchtigt wurden.

Die ICNIRP empfiehlt daher u. a. die technischen Eigenschaften dieser Systeme von Seiten der Hersteller detaillerter darzulegen, um eventuelle Probleme abschätzen zu können. Daraus resultierende Erkenntnisse sollen in die Entwicklung künftiger Produkte einfliessen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der möglichen Beeinflussung von elektronischen Körperhilfsmitteln.

Possible Health Risks to the General Public from the Use of Security and Similar Devices
Das ist die "Executive Summary" (Zusammenfassung) dieses Berichtes (21 Seiten in englischer Sprache, 219 KB)


Mehr Information

Warensicherungsanlagen
Eine kleine Zusammenfassung vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vom Frühjahr 2007
Studie zum Schutz von Personen mit Implantaten und Körperhilfen in elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks
Im Abschlussbericht dieser vom IMST im Jahr 2005 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie angefertigten Studie wird auf zehn von 115 Seiten auch die Funktionsweise von elektronischen Sicherungssystemen mit den Eigenschaften der durch sie erzeugten elektromagnetischen Felder vorgestellt, dem schliesst sich eine Betrachtung einer möglichen Störbeeinflussung von Herzschrittmachern an.
Occupational Exposure to Electric and Magnetic Fields in the Context of the ICNIRP Guidelines
Die im April 2005 in die britische Health Protetion Agency aufgegangene Strahlenschutzbehörde "National Radiological Protection Board", NRPB hat im September 2002 diese Übersicht zur beruflichen Exposition durch elektromagetische Felder im Vergleich zu den ICNIRP-Richtlinien herausgegeben. Darin ist auch ein Kapitel zu elektronischen Sicherheitssystemen, von denen einige mit den dabei festgestellten Werten vorgestellt werden.

 

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Aktuelles (vom 20.02.03)
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Zuletzt geändert: 09.09.07